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Abgasskandal Diesel: Kläger bekommt Recht auf Rückgabe des Autos und Erstattung des Kaufpreises zugesprochen!

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Gastautor: Markus Mingers
12.06.2019, 00:37  |  559   |   

Durch ein Urteil des Landgerichts Heidelberg darf ein Kläger sein Porsche Cayenne an den Händler zurückgeben. Darüber hinaus muss der Händler den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung zurückzahlen.

 

 

Rückabwicklung des Kaufvertrages trotz Update

 

 

Die Freude über den 2016 getätigten Kauf hielt nicht lange, da diese Modelle bereits im Juli 2017 zurückgerufen wurden. Aufgrund dieses Rückrufes des Kraftfahrtbundesamtes ließ der Kläger das Software-Update aufspielen. Trotz dessen entschied dieser sich dazu, die Rückabwicklung des Kaufvertrages zu fordern.

 

Das Gericht sah hier kein Problem und gab dem Kläger Recht. Grund dafür ist der feststehende Sachmangel, sowie die Tatsache, dass die gesetzte Frist zur Nachbesserung nicht zumutbar sei.

 

 

Verlust der Zulassung spricht für eine Pflichtverletzung

 

 

Das Drohen mit dem Entzug der Zulassung führt laut Gericht schon einen Mangel. Man dürfe als Kunde davon ausgehen, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Dafür sollten keine Manipulationen nötig sein. Zudem würde ein drohender Entzug der Zulassung eine Pflichtverletzung darstellen.

 

 

Frist setzt Kläger unter Druck

 

 

Das Gericht ging in diesem Fall davon aus, dass sich der Käufer von der gesetzten Frist unter Druck gesetzt fühlte, weshalb dieser das Update aufspielen lies. Also lediglich um das Auto weiter nutzen zu können und um keinen Verlust der Zulassung zu riskieren. Somit widerspreche das Update nicht dem Recht auf Rückabwicklung.

 

Folge: Der Porsche Cayenne darf dem Händler zurückgegeben werden und der Kunde erhält den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung zurück.

 

 

Die Urteile gegen Porsche, sowie die Händler sind längst keine Seltenheit mehr. Somit stehen Ihre Chancen besser denn je.

 

Auch Sie können die Rückabwicklung Ihres Kaufvertrages anstreben, wodurch Sie den vollen Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung erstattet bekommen würden. Für eine kostenfreie Prüfung Ihrer Daten, besuchen Sie unsere Website: https://recht-einfach.de/diesel-abgasskandal3/

 

 

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Bei weiteren Fragen zum Thema “Abgasskandal”, wenden Sie sich an die Kanzlei Mingers & Kreuzer! Wir beraten Sie gerne. Erreichen können Sie uns unter der Telefonnummer 02461/ 8081 oder dem Kontaktformular auf unserer Website. Weitere Rechtsnews finden Sie in unserem Blog oder YouTube-Channel.

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Gastautor

Markus Mingers
Rechtsanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht

Markus Mingers ist Rechtsanwalt im Bereich Wirtschaft sowie Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht. Seit mehr als 13 Jahren ist er als Anwalt tätig und Inhaber von Mingers & Kreuzer Rechtsanwälte. Von mehreren Kanzleistandorten u.a. Köln, München oder Jülich aus erstreitet er mit seinem Team Gelder aus Themen und Urteilen, die dem Verbraucher bis dahin unbekannt sind. Er ist Experte im Bereich Rückabwicklung Lebensversicherung, Widerruf Autokredit und Verbraucherdarlehen sowie im VW Abgasskandal und LKW Kartell. Bekannt ist Markus Mingers vor allem durch seine Auftritte bei n-tv oder RTL sowie als Experte von FOCUS Online, hier ist sein Rat im Verbraucherrecht zu aktuellen Themen gefragt.

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