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Aktien Frankfurt Eröffnung DAX verharrt im Seitwärtstrend - Noch 13 lange Tage bis Osaka

Gastautor: Jochen Stanzl
12.06.2019, 09:40  |  772   |   |   

13 Handelstage sind es noch bis zum Treffen der beiden Kontrahenten im Handelsstreit auf dem G20-Gipfel in Japan – 13 lange Tage, in denen die Börse relativ impulslos in ihrem Seitwärtstrend verharren dürfte. Vorausgesetzt in Washington und Peking bleibt es ruhig und frei von jeglicher Art von Provokation, die die Gefahr erhöht, dass der im Mai abgerissene Gesprächsfaden zwischen den USA und China auch in Osaka nicht wieder aufgenommen werden könnte.

Dann dürften sich die Blicke der Anleger auch wieder verstärkt auf den Yuan richten. Es droht weiterhin eine Abwertung der chinesischen Währung über die Marke von sieben US-Dollar. Da der Yuan aber seit zwei, drei Wochen stabil ist, haben die Aktienmärkte zunächst die Angst vor dem China-Thema verloren. Was auch an der Frankfurter Börse niemand will, ist ein Währungscrash in China, der die ganze Weltwirtschaft in einen Abwärtstaumel bringen könnte. Vielmehr besinnt man sich auf das Positive wie eine weitere Lockerung der Kreditvergaberichtlinien, wie sie die Regierung in Peking gestern verabschiedet hat. Denn schließlich kann frisches Geld dazu führen, dass der weltweite Kuchen des Bruttoinlandsprodukts wieder größer wird und es am Ende allen besser geht.

Wer derzeit im Gold engagiert ist, muss auf eine Eskalation im Handelsstreit mit China hoffen. Denn was dem Goldpreis zuletzt am meisten auf die Sprünge half, war eben gerade eine abwertende chinesische Währung. Nicht verwunderlich griff der amerikanische Präsident in einem Tweet, der den Börsen ein wenig die Stimmung vermieste, auch das Währungsthema auf - der Euro und andere Währungen seien unterbewertet gegenüber dem Dollar. Das würde die US-Konjunktur benachteiligen. Donald Trump könnte also relativ einfach zusätzliche Strafzölle nach dem G20-Gipfel mit einer zu schwachen chinesischen Währung rechtfertigen. Hier liegt die Gefahr einer sich weiter drehenden Spirale im Handelskonflikt und damit auch für die aktuelle Erholung an den Börsen.

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