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GRENKE IM FOKUS Mit digitalem Aufwind in den MDax

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.06.2019, 15:04  |  810   |   |   

BADEN-BADEN (dpa-AFX) - Der Finanzdienstleister Grenke hat sich in den letzten Jahren an der Börse immer weiter hochgeschraubt. In diesem Juni stieg die Aktie dann in den Index der mittelgroßen Unternehmen MDax auf. 2019 soll der Leasing-Anbieter weiter expandieren, vor allem für die USA hat Grenke große Pläne. Die wichtigsten Punkte für den Konzern, was Experten sagen und wie es für die Aktie läuft:

DAS IST LOS BEI GRENKE:

Grenke ist Bank und Leasing-Anbieter in einem - Unternehmen können ihr Geld anlegen, Büroausstattung mieten oder als Start-up eine Finanzierung bekommen. Mit seinem Geschäftsmodell ist Grenke nicht nur in Deutschland, sondern auch in weiteren europäischen Märkten wie Frankreich und Italien aktiv. In Italien hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr von staatlichen Steuervergünstigungen für geleaste Geräte profitiert.

Zukünftig wollen die Baden-Badener verstärkt außerhalb der Kernmärkte wachsen. In Belgien und Kanada wurde jeweils ein neuer Standort im ersten Quartal eröffnet. Neben Kanada will Grenke nun auch die US-Kunden für sich gewinnen. Das Leasingangebot soll dort nach einer Machbarkeitsstudie ab 2020 auf dem Markt sein, wie der Vorstand in einem Brief an die Aktionäre zum ersten Quartal im Mai schrieb.

Unternehmenschefin Antje Leminsky kann dafür derzeit noch nicht den Startschuss geben. "Eine solche Prüfung nimmt bei einem so großen und von den Rahmenbedingungen in den Bundesstaaten vielfältigen Land wie den USA sehr viel Zeit in Anspruch", sagte sie der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie lägen noch nicht abschließend vor.

Leminsky hatte im vergangenen Jahr den Vorstandsvorsitz von Firmengründer Wolfgang Grenke übernommen, der 40 Jahre an der Unternehmensspitze stand. Grenke wechselte in den Aufsichtsrat.

Wie abhängig Grenke von guten Wachstumsaussichten im Leasing-Geschäft ist, zeigte sich Anfang November. Nach einem Interview von Finanzchef Sebastian Hirsch mit der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach Grenke langfristig mit einem deutlich niedrigeren Leasing-Wachstum rechne, rutschte der Aktienkurs ab. Noch am selben Abend stellte der Konzern klar, dass er unverändert gute Wachstumschancen sehe.

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