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Fresenius Medical Care wächst wieder

Fresenius Medical Care wächst wieder

Gastautor: Hussam Masri
13.06.2019, 08:55  |  831   |   |   

Aktionäre des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care mussten im vierten Quartal 2018 die stärkste Kurskorrektur der zurückliegenden sechzehn Jahre verkraften. Bis mit dem Jahresstart 2019 die ersehnte Erholung in Gang kam, rutschten die Notierungen zwischenzeitlich um mehr als ein Drittel ab. Insbesondere enttäuschte Wachstumserwartungen hatten die Schwäche ausgelöst. Das Dialysegeschäft in den USA, für den DAX-Konzern mit einem 70-prozentigen Umsatzanteil die wichtigste Erlösquelle, ging leicht zurück. Außerdem lief das Europa-Geschäft nicht wunschgemäß und in Argentinien belastete die rasante Inflation. Insgesamt konnte Fresenius Medical Care daraufhin nur einen Umsatz von 16,5 Mrd. Euro im Geschäftsbericht 2018 ausweisen. Das waren sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Der kräftige Anstieg des Nettoergebnisses um 55 Prozent auf knapp zwei Mrd. Euro kam durch Einmalerträge aus dem Verkauf des US-amerikanischen Ärztenetzwerks Sound Inpatient Physicians zustande.

Auch wenn Fresenius Medical Care zuletzt weniger Privatpatienten in den USA betreute und im Trend zu ambulanten Behandlungsmethoden aufholen muss, gilt das Geschäft mit der Dialyse angesichts weltweit zunehmender Krankheitsfälle unverändert als Wachstumsmarkt. Daher soll die Umsatzentwicklung im laufenden Jahr mit Steigerungsraten von drei bis sieben Prozent wieder in Gang kommen. Zudem stellt der Vorstandsvorsitzende Rice Powell für das Gesamtjahr einen Nettogewinn im Bereich des Vorjahreswerts mit Abweichungen von lediglich zwei Prozent nach oben oder unten in Aussicht. Das zunehmende Geschäft mit der ambulanten Heimdialyse stärkt Fresenius Medical Care dabei mit der kürzlich abgeschlossenen Übernahme der US-Firma NxStage für rund 1,7 Mrd. Euro. Rice Powell bezeichnet die Akquisition als wichtigen Meilenstein und erwartet nur geringe Integrationskosten in Höhe von 50 bis 75 Mio. Euro in den nächsten drei Jahren. Außerdem werden die Kapazitäten in China zur Deckung der wachsenden Nachfrage ausgebaut und Kostenoptimierungen im Bereich der Gesundheitsdienstleistungen umgesetzt.

Den Geschäftsverlauf im Auftaktquartal 2019 bezeichnen Analysten als erfreulich. Auf vergleichbarer Basis und währungsbereinigt kletterte der Umsatz im Zeitraum Januar bis März gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf 4,13 Mrd. Euro. Unter dem Strich verdiente Fresenius Medical Care mit 271 Mio. Euro zwar rund drei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Um Sondereffekte bereinigt gab es jedoch ein achtprozentiges Plus. Analysten sehen den Konzern auf einem guten Weg zu weiterem nachhaltigen und profitablen Wachstum. Das Geschäft mit Heimdialyse biete Potenzial und Fresenius Medical Care sei nun gut positioniert. Die Aktienkursentwicklung könnte zudem vom gestarteten Rückkaufprogramm profitieren. Im Laufe der nächsten zwei Jahre sollen eigene Anteile im Volumen von bis zu einer Mrd. Euro vom Markt genommen werden.

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Hussam Masri
Managing Director Produktmanagement, Product Sales und Produktmarketing, DekaBank

Hussam Masri verantwortet als Bereichsleiter das Produkt- und Marktmanagement der Deka-Gruppe. Er zeichnet in dieser Funktion für die Produktentwicklung und das Produktmanagement der Wertpapier-Publikumsfonds, Vermögensverwaltungs- und Altersvorsorgeprodukte und Zertifikate sowie für die Vertriebsunterstützung verantwortlich. Hussam Masri hat maßgeblich dazu beigetragen, das Fondsgeschäft der DekaBank erfolgreich auszubauen und das Zertifikategeschäft der Deka in wenigen Jahren auf eine marktführende Position zu entwickeln. Der Diplom-Betriebswirt und Finanzökonom (ebs) verfügt insgesamt über fast 20 Jahre Produkt- und Vertriebserfahrung.

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