DAX-0,06 % EUR/USD+0,34 % Gold+0,42 % Öl (Brent)-0,16 %

Prognose Diese US-Unternehmen werden vom Handelskrieg nicht profitieren

13.06.2019, 09:07  |  2830   |   |   

Unternehmen, die mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes im Ausland erzielen, werden laut FactSet im zweiten Quartal einen Ergebnisrückgang von 9,3 Prozent verzeichnen, so Jeff Cox für "CNBC".

Cox konstatiert, dass einige der großen US-Firmen, die im Ausland Geschäfte machen und wahrscheinlich eine Verringerung der Gewinne sehen werden, Apple, Boeing und Intel sein werden.

Apple, das 57,9 Prozent seines Geschäfts im Jahr 2017 im Ausland tätigte, dem letzten Jahr, für das vollständige Daten vorliegen, wird nach Angaben von FactSet und S&P Dow Jones Indices einen vierteljährlichen Gewinnrückgang um 14,6 Prozent und einen Rückgang um 10,3 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres erleben.

Boeing, das 54,7 Prozent seines Umsatzes im Ausland erzielt und auch mit seinem Modell 737 Max ernsthafte Probleme hat, rechnet mit einem Rückgang des Quartalsergebnisses um 43,7 Prozent und einem Rückgang um 45,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Und der Chiphersteller Intel, der ganze 80 Prozent seines Umsatzes im Ausland erzielt, wird voraussichtlich 14,4 Prozent vom Gewinn des gleichen Zeitraums im Jahr 2018 entfernt sein.

Wie sieht es beim S&P 500 aus?

Der Handelskrieg und die globale Verlangsamung werden bei einigen multinationalen US-Unternehmen zu einem starken Gewinnrückgang führen. Auf die Wall Street bezogen, könnte der S&P 500 einen Rückgang von 2,3 Prozent verzeichnen, so die Schätzung von FactSet. Besonders Papiere aus der Informationstechnologie-Branche könnten zu den größten Verlierern gehören, denn es wird ein Rückgang um 11,8 Prozent erwartet. 

Darüber hinaus haben eine Reihe von multinationalen Konzernen enorme Korrekturen ihrer Gewinnaussichten für das zweite Quartal bekanntgegeben, darunter Take-Two Interactive Software, Noble Energy und VF Corp. Im Gegensatz dazu wird für Unternehmen, die die Hälfte ihres Geschäfts aus den USA beziehen, ein Gewinnwachstum von 1,4 Prozent erwartet.

Auf der Umsatzseite wird für international ausgerichtete Unternehmen ein Rückgang von 1,2 Prozent erwartet, während für inländische Unternehmen ein Umsatzplus von 6 Prozent erwartet wird.

Stimmen und Zahlen

"Zölle sind Teil der Geschichte", sagte David Lefkowitz, Senior Equity Strategist für Amerika bei UBS Global Wealth Management.

Bislang sind die USA weitgehend von dramatischen Auswirkungen der Zölle oder der Schwäche anderer Industrieländer verschont geblieben. Das inländische BIP stieg 2018 um 2,9 Prozent und im ersten Quartal 2019 um 3,1 Prozent. Die Inflation wurde gedämpft und der Arbeitsmarkt hat sich gehalten, obwohl er in letzter Zeit auch eine leichte Schwächen zeigte.

"Die politische Unsicherheit ist hoch, insbesondere im Handel", sagte John Lynch, Chef-Investitionsstratege bei LPL Financial. "Wir haben die Gewinnschätzungen reduziert, um dem erhöhten Risiko eines länger andauernden Handelskonflikts Rechnung zu tragen. Wir sind nach wie vor optimistisch, dass diese Handelsstreitigkeiten in diesem Sommer beigelegt werden können, wenn auch wahrscheinlich erst nachdem beide Volkswirtschaften wirtschaftliche Schmerzen zu spüren bekommen haben", so Lynch.

Für die US-Wirtschaft gibt es weitere Risikobranchen, denn der Einzelhandel und Tourismus könnten unter dem Handelskrieg ebenfalls leiden. 

Quelle:

CNBC

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel