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„Die Anleihe bietet mehr Freiheitsgrade in Sachen Neugeschäft und Umsatzwachstum“ – Interview mit Martin Huber, CEO und Gründer der Huber Automotive AG

Nachrichtenquelle: Anleihen Finder
13.06.2019, 11:30  |  487   |   |   


Die Huber Automotive AG, ein Spezialist für die Herstellung von Electronic Control Units in der Automobilelektronik, hat im April dieses Jahres ihre erste Unternehmensanleihe (WKN A2TR43) auf den Markt gebracht. Via Privatplatzierung konnte die Emittentin bei ihrem Anleihen-Debüt ein Volumen von 12,5 Millionen Euro und somit die Hälfte des maximalen Gesamtvolumens des Minibonds von 25 Millionen Euro platzieren. Die Anleihen Finder Redaktion hat beim Gründer und Unternehmenschef Martin Huber nachgefragt:

Anleihen Finder: Sehr geehrter Herr Huber, die erste Unternehmensanleihe (WKN A2TR43) ist zur Hälfte platziert. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Anleihen-Debüt?

Martin Huber: Wir sind sehr zufrieden. In Anbetracht der kurzen Vorlaufzeit und der zweiwöchigen Roadshow ist die Platzierung im Plan. Als Emissions-Obergrenze zum Geschäftsjahresende am 30. Juni haben wir 15 Mio. Euro festgelegt. Eine höhere Fremdkapitalaufnahme würde das Unternehmensergebnis und damit die Kennzahlen unnötig belasten.

Anleihen Finder: Seit wann beschäftigt sich die Huber Automotive AG mit der Begebung einer Anleihe? Warum ist die Anleihe ein geeignetes Mittel für Ihre derzeitige Unternehmenssituation und wofür werden die eingesammelten Mittel konkret verwendet?

„Working Capital für anlaufende Projekte“

Martin Huber: Nach ausführlicher Prüfung unterschiedlichster Finanzierungsmöglichkeiten sahen wir in der Ausgabe einer Unternehmensanleihe, aufgrund der Flexibilität dieser Finanzierungsform, die geeignetste Möglichkeit, die anstehenden Aufgaben und Ziele der Huber Automotive AG zu erreichen.

Martin Huber, Huber Automotive AG

Letztendlich fanden dann ab Mitte Januar Gespräche bezüglich der Finanzierungsvariante „Anleihe“ statt. Wir haben mit dem Thema „Finanzierung über den Kapitalmarkt“ bereits Erfahrung gesammelt. Die Anleihe des zur Gruppe gehörenden Unternehmens IPM GmbH & Co.KG wurde vergangenes Jahr planmäßig zurückgezahlt.

Was die Mittelverwendung betrifft, so sollen diese zur Rückführung von Darlehensverbindlichkeiten, als Working Capital für anlaufende Projekte und für diverse neue Entwicklungsprojekte verwendet werden, wie z.B. für das Hybrid-Power Chassis, welches in Kooperation mit der Firma AL-KO für leichte Nutzfahrzeuge entsteht.  

Anleihen Finder: Bislang konnte wie gesagt knapp die Hälfte des anvisierten Geldes eingesammelt werden. Reicht das für die genannten Zwecke aus? Führen Sie aktuell weitere Privatplatzierungen bei institutionellen Investoren durch und warum haben Sie sich gegen eine öffentliche Emission entschieden?

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Kommentare

6% ist zunächst einmal ein Grund, genauer hin zu sehen.
Die 104%, mit der die Anleihe aktuell gehandelt wird, ist einerseits ein Zeichen von Vertrauen, welches der Markt dem relativ kleinen Unternehmen bereits jetzt schenkt.
Andererseits sinkt mit diesem Einstandspreis die Rendite doch erheblich.
Dass das Unternehmen im Bereich Autozulieferung angesiedelt ist, dürfte den überwiegenden Teil der Interessenten zur Vorsicht mahnen.
Genauer betrachtet handelt es sich hier aber um den Teil der Branche, der jetzt und vor allem in den kommelnden Jahren einen enormen Boom erleben wird.
Es besteht auch eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Huber-Automotive während der Anleihenlaufzeit von einem Autohersteller oder einem großen Zulieferer übernommen wird.
In diesem Fall wären die 6% ein wirklich überzeugendes Renditeversprechen.

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