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Analyse: So hat Aurora Cannabis in Q3 den Umsatz reingeholt

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.06.2019, 17:08  |  1281   |   |   

Derzeit ist unter Investoren wohl keine Branche gehypter als Marihuana, und das aus gutem Grund. Es wird erwartet, dass die Cannabis-Branche zwischen 2015 und 2030 jährlich um bis zu 19 % wachsen wird – wenn sich die Prognosen der Cowen Group von 75 Milliarden Dollar an weltweitem Jahresumsatz bis 2030 als richtig erweisen.

Obwohl es Dutzende von Cannabis-Aktien gibt, die Investoren zur Wahl stehen, war keine umstrittener als Aurora Cannabis (WKN:A12GS7). Das in Edmonton ansässige Unternehmen ist drauf und dran, bei der Produktion alle anderen Züchter hinter sich zu lassen. Das Unternehmen ging kürzlich von einem Minimum von 625.000 Kilogramm Jahresproduktion bis Mitte nächsten Jahres aus. Man erwartet, dass nur ein weiterer Züchter auch nur die Hälfte der Jahresproduktion von Aurora erreichen kann.

Mit zunehmender Sättigung der Branche rückt jedoch die Bedeutung von Umsatz- und Ergebniszahlen in den Vordergrund. Neulich schlüsselte Aurora Cannabis das dritte Quartal (1. Januar bis 31. März 2019) auf und gab Investoren einen Einblick in das Geschehen, und zwar bis ins kleinste Detail. Werfen wir doch mal einen detaillierten Blick auf die Finanzen von Aurora Cannabis im dritten Quartal.

Das Gesamtbild

Im dritten Quartal erwirtschaftete Aurora 75,24 Millionen CAD Bruttoumsatz und 65,15 Millionen CAD Nettoumsatz. Die Differenz zwischen den beiden Zahlen stellt den Betrag der Einnahmen dar, den das Unternehmen durch Steuern in Kanada verloren hat. Diese Steuern waren direkt dafür verantwortlich, dass die durchschnittlichen Nettoverkaufspreise pro Gramm getrocknetes Cannabis für die meisten Züchter gesenkt wurden.

Aurora holt den Großteil seines Umsatzes durch den Verkauf von Marihuana rein, bietet aber eine Reihe von Dienstleistungen an, die ebenfalls Einnahmen bringen. Untersuchen wir zuerst jede Facette des Marihuana-Betriebs und schauen am Ende zurück und betrachten, wie die zusätzlichen Geschäfte das Unternehmen in Q3 voranbrachten.

Wie Cannabis für Aurora Cash reinholt

Von den Nettoumsätzen von Aurora in Höhe von 65,15 Millionen CAD im dritten Quartal 2019 stammten 58,65 Millionen CAD (90 % des Umsatzes) aus dem Verkauf von Cannabis und Derivaten. In den kommenden Quartalen sollte das Verhältnis der Cannabis-Umsätze gegenüber den Nebenerlösen steigen.

Aurora verzeichnete mehr Verkäufe im legalen Einzelhandel als mit medizinischem Cannabis – und das bedeutet eine Neuerung. Gut, beide Segmente lagen fast gleichauf. Die gesamten Nettoumsätze im legalen Einzelhandel beliefen sich auf insgesamt 29,58 Millionen CAD, bei medizinischem Cannabis waren es 29,08 Millionen CAD. Also ein ausgeglichenes Verhältnis, was nicht überraschen sollte, handelt es sich dabei doch um ein erklärtes Ziel des Unternehmens.

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