checkAd

Dekarbonisierung und die Möglichkeiten von Fintechs

Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit sind aktuelle Schlagworte in der politischen Diskussion – vor allem in Deutschland. Grund genug für einen Blick auf das weltweite Investitionsverhalten in Bezug auf erneuerbare Energien:

 

Die Investitionen schwanken seit 2011 und sind nicht wesentlich gewachsen, was natürlich die Frage aufwirft, wie denn eine Umstrukturierung der Weltenergie bewerkstelligt werden kann, wenn sie weiterhin so carbonlastig bleibt. Die Aktienwerte der Welt sind noch überwiegend auf die Carbonindustrien ausgerichtet, was die zukünftige Wirtschaft natürlich zu spüren bekommt, wenn Carbonwerte an Bedeutung verlieren.

In Europa ist nach der Bloomberg-Studie „Clean Energy Investment Trends“ vom Januar 2019 das Bild noch ernüchternder:

Dieser erste Befund reicht allerdings nicht aus, denn nachwachsende Rohstoffe sind wettbewerbsfähiger geworden – es werden effizientere Methoden eingesetzt, um Energie auf nachhaltigere Weise zu nutzen und die Kapitalkosten für den Solareinsatz sind stark gesunken. Dennoch sprechen die Daten nicht dafür, dass z.B. in Europa wirklich ein nachhaltiger Trend in Richtung Clean Energy auszumachen ist.

Ein gutes Beispiel für nachhaltige Entwicklungen im Investitionsbereich ist das „Carbon Disclosure Projekt“. Das Projekt ist die weltgrößte Investoreninitiative. Ihr haben sich weltweit über 550 Großinvestoren angeschlossen, die zusammengerechnet über 80 Milliarden Dollar Vermögen verwalten. Der norwegische Staatsfonds (Fondsvolumen rd. 930 Mrd. €) hat die letzten Tage angekündigt, sich vollständig aus den carbonen Industrien zu verabschieden und massiv in erneuerbare Energien zu investieren.

Wie können nun alternative Finanzdienstleister hier helfen? Da alternative Energieerzeugungsquellen wettbewerbsfähiger und beliebter geworden sind, haben Finanzakteure vor allem in den USA Tools und Plattformen bereitgestellt, die zur Maximierung der Ertragsprofile dieser Anlagen zur alternativen Energieerzeugung erforderlich sind. Beispiel: Blockchain-fähige Energiehandelsplattformen, Plattformen für Versicherungs- und Risikomanagement und Roboadvisors für nachhaltige Fonds.

Letztendlich sind die Kundenorientierung der Fintechs, die Schaffung einer angenehmen Benutzererfahrung und die Kosteneffizienz ein Pfund, mit dem die Fintechs auch in diesem Markt punkten könnten: so wie Transferwise bei grenzüberschreitenden Zahlungen und Robinhood für den Aktienhandel in den USA.

Gerade das Crowdinvesting könnte auch hier hilfreich sein, denn die intrinsische Motivation vieler Klimaschützer ist ja da – es fehlen nur ausgefeilte Kampagnen und eine Hinwendung vieler Kleinanleger in Richtung dieser Finanzierungsalternativen. Darüber hinaus könnte der Staat die Bildung von zusätzlichen sparfähigen Nachhaltigkeitsfonds incentivieren – z.B. über die staatseigene KfW.

Die Veränderung der Energielandschaft wird tiefe Spuren auch auf den Kapitalmärkten hinterlassen und viele Fintechs stehen in den Startlöchern, um diese Veränderungen umsetzen zu können.






ANZEIGE

Broker-Tipp*

Über Smartbroker, ein Partnerunternehmen der wallstreet:online AG, können Anleger ab null Euro pro Order Wertpapiere erwerben: Aktien, Anleihen, 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine. Beim Smartbroker fallen keine Depotgebühren an. Der Anmeldeprozess für ein Smartbroker-Depot dauert nur fünf Minuten.

Lesen Sie das Buch von Dr. Harald Meisner*:

* Wir möchten unsere Leser ehrlich informieren und aufklären sowie zu mehr finanzieller Freiheit beitragen: Wenn Sie über unseren Smartbroker handeln oder auf einen Werbe-Link klicken, wird uns das vergütet.


ANZEIGE


0 Kommentare
 |  798   |   |   

Schreibe Deinen Kommentar

Disclaimer

Dekarbonisierung und die Möglichkeiten von Fintechs Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit sind aktuelle Schlagworte in der politischen Diskussion – vor allem in Deutschland. Grund genug für einen Blick auf das weltweite Investitionsverhalten in Bezug auf erneuerbare Energien: