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Aktien Frankfurt DAX prallt am Widerstand ab - China-Daten und Tankerangriff belasten

Gastautor: Jochen Stanzl
14.06.2019, 12:35  |  2206   |   |   

Der Deutsche Aktienindex ist heute wie aus dem Lehrbuch der Charttechnik am Widerstand bei 12.180 Punkten abgeprallt. Zu schwach waren zum einen die Wirtschaftsdaten aus China. Zum anderen nimmt die Nervosität unter den Investoren nach den Angriffen auf zwei Öltanker im Golf von Oman wieder spürbar zu.

An den Zahlen zur Industrieproduktion in China lassen sich die zuletzt wieder tiefer gewordenen Kerben des Handelskonflikts ablesen. Sie bestätigen auch die weltweite Abschwächung in der fertigenden Industrie. Sie waren aber auch nicht so schlecht, dass jetzt Panik angebracht wäre. Vielmehr sind die Daten ein weiteres Argument für die US-Notenbank, bald an der Zinsschraube nach unten zu drehen.

Es scheint, als dass die Aktienmärkte vor der Notenbanksitzung in der kommenden Woche keinen echten Verkaufsdruck erleben. Gerade auch weil die Mehrheit es nicht erwartet, könnte die Federal Reserve die Märkte mit einer Zinssenkung schon zu diesem Zeitpunkt überraschen. Der Druck von US-Präsident Trump hat dazu geführt, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung auf dem vor uns liegenden Termin in den beiden vergangenen Tagen von 20 auf jetzt 30 Prozent gestiegen ist. 

Die erneute Zuspitzung der Spannungen zwischen den USA und dem Iran nach den ungeklärten Angriffen auf die beiden Öltanker nehmen die Finanzmärkte sehr ernst. Der Ölpreis hat nach einer rasanten Talfahrt in den vergangenen vier Wochen einen vorläufigen Boden ausgebildet. Eine richtige Eskalation sehen die Anleger aber noch nicht. Man scheint auf dem Parkett die weiteren Entwicklungen erst einmal abwarten zu wollen, aber man ist vorgewarnt.

Sah es also gestern noch danach aus, als würde der DAX den Widerstand bei 12.180 Punkten rausnehmen wollen, sehen wir jetzt erneut einen Belastungstest der Unterstützung bei 12.077 Zählern. Übergeordnet aber setzt sich lediglich die Konsolidierung der vergangenen Tage fort. 

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2 Kommentare

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Kommentare

Nach allem was man hört(e), denken auch die Israelis
über einen Krieg gegen den Iran nach.
Es würde mich deshalb nicht wundern,
wenn die Israelis hinter diesen
Anschlägen auf die Tanker steckten.
Man kann viel vermuten,
aber nichts beweisen.
Oft hilt die Frage:
Cui bono (wem zum Nutzen).
Wo ist das Motiv? Wer hätte eines.
Eine wichtige Frage be der Lösung
von Kriminalfällen.
Wenn man einen Krieg will, dann greift man nicht einfach an, sondern man verteidigt sich.

Die Nazis schossen 1939 nach dem Vorfall in Gleiwitz zurück.
Die USA schickten nach dem Vorfall im Golf von Tonking 450 000 Soldaten nach Vietnam.
Die USA präsentierten Beweise für Giftgas im Irak,
dann griffen sie an.

In dieser Logik waren es US Seals, die die Minen an den Schiffen anbrachten.
Der Iran kann so dumm nicht sein, auf solch eine dumme Idee zu kommen.
Aber derjenige, der unbedingt Krieg will, sehr wohl.

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