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Der revolutionäre Jet Boeing 777X ist hinter dem Zeitplan

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.06.2019, 17:44  |  837   |   |   

Der Verkaufsstart des Großraumjets 777X von Boeing (WKN:850471) Ende 2013 war ein entscheidender Schritt für das obere Ende des Marktes für Verkehrsflugzeuge. Dank klappbarer Flügelspitzen und einem Paar GE9X-Triebwerke von General Electric (WKN:851144) — dem größten, das je gebaut wurde — hat der massive 777X Jets mit vier Turbinen praktisch über Nacht überflüssig gemacht. (Das gipfelte Anfang des Jahres in der Entscheidung von Airbus, die Produktion seines Jumbo-Jets A380 einzustellen.)

Wie so viele neue Flugzeugmodelle liegt der 777X jedoch hinter dem Zeitplan zurück. Daher ist es unwahrscheinlich, dass Boeing den ersten 777-9 im Juni nächsten Jahres wie geplant liefern kann. Das ist bedauerlich, denn Boeing und GE stehen derzeit vor großen Herausforderungen.

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Das 777X-Testprogramm von Boeing wurde verschoben

Der 777X wurde größtenteils als eine einfache Weiterentwicklung der 777er Flugzeugfamilie, der aktuellen Generation von Boeing, entwickelt. Die größten Änderungen — und damit die größten Risiken für den Entwicklungsplan des 777X — waren die neuen Klappflügelenden und die hochmodernen GE9X-Triebwerke.

Letztendlich waren die Motoren hauptverantwortlich für die Verzögerungen. Während der Bodentests entdeckte GE ein relativ kleines Problem mit dem Hochdruckverdichter des neuen Motors, der ein rekordverdächtiges Druckverhältnis von 27:1 erzeugen und damit den Kraftstoffverbrauch senken sollte. Nachdem dieses Problem gelöst war, stieß GE auf Probleme mit dem Boeing 747-Jet, mit dem man neue Triebwerke testet.

Boeing und General Electric haben hart daran gearbeitet, die Auswirkungen der Verzögerungen bei der Triebwerkszulassung auf das 777X-Flugerprobungsprogramm abzumildern. Dennoch hat der 777-9 — die erste von zwei zu produzierenden 777X-Varianten — noch immer nicht seinen ersten Flug absolviert, der auf “Anfang 2019” angesetzt war.

Der erste Testflug war, laut Erstkunde Emirates, für den 26. Juni geplant. Letzte Woche verriet Boeing jedoch ein neues mechanisches Problem mit dem Hochdruckverdichter des Triebwerks. Boeing und GE erwarten zwar, dass  das Problem bald aus der Welt geschafft sein wird, doch wird der erste Flug voraussichtlich erst im Juli, wenn nicht später, stattfinden.

Das Startverbot für den 737 MAX trug auch nicht positiv bei

Verzögerungen sind bei der Entwicklung und Zertifizierung neuer Jet-Modelle keine Seltenheit. Es handelt sich nämlich nicht nur um unglaublich komplexe Maschinen — Boeing, Airbus und ihre Zulieferer gehen auch routinemäßig an die Grenzen der Technologie, um aus der Leistung und dem Kraftstoffverbrauch das meiste herauszuholen.

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