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ROUNDUP Mysterium am Golf - Wer steckt hinter Attacke auf Tanker?

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
14.06.2019, 18:16  |  1298   |   |   

TEHERAN/TOKIO (dpa-AFX) - Nach den mutmaßlichen Attacken auf zwei Tanker im Golf von Oman herrscht weiter Rätselraten über die Urheberschaft - und die Angst vor einer bevorstehenden militärischen Eskalation. US-Präsident Donald Trump untermauerte am Freitag in einem Interview die US-Sichtweise. "Der Iran hat es getan", sagte Trump dem Sender Fox News. Der Iran wies hingegen jede Schuld von sich.

Die EU gab sich in Sachen Schuldzuweisungen vorsichtig. "Wir sind dabei, die Lage zu bewerten und Informationen zu sammeln", sagte ein ranghoher EU-Beamter am Freitag in Brüssel.

Der Iran hält die am Vortag von US-Außenminister Mike Pompeo vorgebrachte Beschuldigung für "lächerlich, gleichzeitig aber auch besorgniserregend und gefährlich", wie Außenamtssprecher Abbas Mussawi am Freitag laut der staatlichen Agentur Irna sagte. Anstatt grundlose Unterstellungen zu verbreiten, sollte man eher herausfinden, wer von solchen Krisen am Golf am meisten profitiere.

Pompeo hatte den Iran verantwortlich gemacht und später zur Untermauerung ein Video präsentiert, das nach der Explosion spielt. Es soll zeigen, wie ein Schnellboot Typ "Gaschti" der iranischen Revolutionsgarden auf den Tanker "Kokuka Courageous" zufährt und die Besatzung eine nicht explodierte Haftmine vom Tankerrumpf entfernen. Eine mögliche Erklärung wäre die Bergung des Sprengstoffes.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu warnte wie beispielsweise auch China vor übereilten Reaktionen und forderte eine ernsthafte Untersuchung. Trump hingegen sagte: "Nunja, der Iran hat es getan, und sie haben es, wissen Sie, getan, weil man das Schiff gesehen hat." Er verwies damit auf das Video, das die USA am Vortag zur Verfügung gestellt hatten. Und er fügte hinzu: "Sie wollten nicht, dass Beweise zurückbleiben."

Trump telefonierte am Freitag mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzu Abe, der kurz zuvor im Iran zu Besuch gewesen war und einen Vermittlungsversuch unternommen hatte. In dem Gespräch sei auch über die Umstände der Tanker-Explosionen beraten worden, teilte das Weiße Haus mit. Trump habe Abe für seine Vermittlungstätigkeit gedankt.

Die genauen Umstände der schweren Zwischenfälle am Vortag blieben zunächst weiter mysteriös. Der japanische Betreiber eines der Schiffe bestritt, dass der Tanker von einem Torpedo getroffen wurde. Es habe zwei Angriffe im Abstand von einigen Stunden gegeben, sagte der Präsident der Firma Kokuka Sangyo in Tokio.

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Kommentare

Der Irak hat die Babys in den Bruttkästen getötet
Der Irak hat Massenvernichtungswaffen
Syrien hat Massenvernichtungswaffen.
Libyen detto? und jetzt der Iran?
Greift angeblich mit Minisprengkörpern Schiffe an?
Wer so was glaubt, ist selber Schuld

Alles lange geplant. Sagte vor vielen Jahren General Wesley Clark:

https://www.youtube.com/watch?v=Xd7wwMCOMQ8

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