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Aktienmärkte Ist das Börsenjahr 2019 schon gelaufen?

Gastautor: Markus Richert
16.06.2019, 20:53  |  599   |   |   

Das Börsenjahr 2019 hatte einen bemerkenswerten guten Start. Vergessen schienen die Risiken und die schlechten Nachrichten, die im Dezember die Märkte noch schwer belasteten. Gut 18 Prozent hatte der DAX im letzten Jahr verloren. Ein völlig anderes Bild in den ersten Monaten 2019. So legte der globale Aktienindex MSCI World im ersten Quartal in Euro ca. 15 Prozent an Wert zu, etwas weniger stark gestiegen sind die europäischen Indizes EuroStoxx 50 mit fast zwölf Prozent und der DAX mit gut neun Prozent.

Die meisten Privatanleger waren leider nicht dabei. So mancher hatte im letzten Quartal die Reißleine gezogen und war ausgestiegen. Wie so häufig zu früh. Jetzt steht man an der Seitenlinie und wartet darauf, in den Markt zurückzukehren.

Sell in May and go away?

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Der Mai schien dafür ein guter Zeitpunkt zu sein. „Sell in May and go away“, gefühlt jedes Jahr wird diese vermeintliche Börsenregel zitiert. Die Börsenweisheit besagt, dass die sechs Sommermonate schlechtere Ergebnisse aufweisen als die sechs Wintermonate. In diesem Jahr scheint sich der Markt an diese Regel halten zu wollen. Zumindest sorgte der Mai für eine Eintrübung, die Kurse kamen etwas zurück. Es existiert eine Unmenge von empirischen Untersuchungen, die sich mit den saisonalen Schwankungen am Aktienmarkt beschäftigen. Dabei ist der Mai häufig einer der schwächeren Monate, allerdings nicht immer. Besonderheiten wie beispielsweise Krisen, politische Effekte oder die Notenbankpolitik haben einen wesentlichen Einfluss auf die Kurse, losgelöst von der jeweiligen Jahreszeit.

Anleger sollte Börsenregeln besser ignorieren

Wer langfristig Vermögen aufbauen will ist deshalb gut beraten, solche Börsenregeln geflissentlich zu ignorieren. Den richtigen Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf von Aktien zu finden ist generell schwierig. Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen privaten oder institutionellen Anlegern. Market Timing, hier sind die wissenschaftlichen Untersuchungen eindeutig, gelingt selten und ist in der Regel zufällig. Vor allem Privatanleger sollten vor allem der „Buy and hold“-Strategie folgen. Wer ein kleines Vermögen aufbauen möchte oder für die Altersvorsorge spart, ist mit einer langfristig orientierten Strategie immer noch am erfolgreichsten. Idealerweise wird dabei eine Einmalanlage mit einem monatlichen Sparplan ergänzt. Auf dieser Weise kann man die normalen Schwankungen sogar für seinen Vermögensaufbau nutzen.

June is the end of May

Für die englische Premierministerin heißt es dagegen, „June is the end of May“. In London wurde am 07. Juni das Ende ihrer Amtszeit eingeleitet. Bis allerdings ein Nachfolger gewählt sei, wird sie die Amtsgeschäfte als Premierministerin noch weiterführen. Politisch erledigt ist sie allerdings bereits seit Mitte Mai. Auftauchen wird dadurch allerdings wieder ein Thema, das vor allem im letzten Quartal die europäischen Märkte immer wieder erschüttert hat. Sollte der derzeitige Favorit Boris Johnson ihr Nachfolger werden, wird ein harter Brexit sehr wahrscheinlich.

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