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nova Steady HealthCare Fondsmanager Bischof schlägt ETF: Nach vier Jahren um zwölf Prozent besser

19.06.2019, 12:00  |  5964   |   |   

Andreas Bischof stolperte 1999 als promovierter Naturwissenschaftler über eine Stellenanzeige für einen Aktien-Analysten im Biotech-Bereich. Seitdem hat ihn die Gesundheitsbranche nicht mehr losgelassen. Laut Bischof scheint es so, als könnte man in dieser Branche vor allem mit den scheinbar langweiligen "grauen Mäusen" bestens Rendite einfahren. Das Kapitalmarkt wallstreet:online-Interview:

wallstreet:online: Herr Bischof, mit Verlaub, Ihr Gesundheits-Fonds nova Steady HealthCare P, der in den letzten zwölf Monaten ein Plus von aufgerundet elf Prozent hingelegt hat, ist noch recht klein - gemessen am Fondvolumen von rund 22,6 Millionen Euro. Woran liegt's? Ziehen Platzhirsch-Produkte z.B. von Alliance Bernstein oder BlackRock mehr Kunden an? Wie ist der Trend bei Ihnen?

Andreas Bischof: Gute Frage! Wäre die Fondsrendite allein ausschlagegebend für die Mittelzuflüsse, wäre nova Steady HealthCare wesentlich größer als die Produkte der großen Fondsgesellschaften. Dass dem noch nicht so ist, liegt ganz klar daran, dass große Fondsgesellschaften - im Gegensatz zu nova funds - natürlich auch große Vertriebsteams haben, die ganz wesentlich dazu beitragen, dass wirklich jedermann deren Fonds kennt und zeichnet. Die junge nova funds hat kein solches, großes Vertriebsteam und ist einfach noch nicht so bekannt, aber das wird sich sukzessive ändern, wir arbeiten kontinuierlich daran. Momentan ist nova funds eine kleine Fondsboutique für Anleger, die das Besondere suchen und / oder sich von "Mainstream-Fondsgesellschaften" abwenden. Selbstverständlich erfüllen novas Fonds dabei alle rechtlichen Anforderungen genauso wie die Fonds großer Gesellschaften.

wallstreet:online: Sie sind Experte im Bereich Gesundheits-Investments mit langjähriger Expertise. Was war Ihr Schlüsselmoment, als Ihnen bewusst wurde: "Ich kann einen eigenen Gesundheitsfonds zu Erfolgen führen"?

Andreas Bischof: Ein solcher Schlüsselmoment existierte gar nicht, da muss ich Sie leider enttäuschen. Im Gegensatz dazu "dämmerte" es mir vielmehr sukzessive und ganz allmählich im Laufe meiner ungefähr neunjährigen Tätigkeit als Investment Manager Healthcare bei der Allianz SE in München. Die Wertentwicklung des sehr großen Investitionsvolumen von über EUR 1 Mrd., das ich dort betreute, war sehr erfreulich, so dass in mir die Idee aufkeimte, dies künftig nicht mehr für diesen sehr großen  institutionellen Anleger, sondern unter eigener Flagge zu tun und der breiten Öffentlichkeit anzubieten – die Geburtsstunde der nova funds. Denn was für eine solch große Summe funktioniert, funktioniert auch mit kleineren Beträgen.

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Kommentare

gelb oben ist der automatische onvista-Benchmark; nicht der ETF --> man sieht: liegen auch "nah" beinander

--> Performance-Chart mit ETF:

Bild: 1213_20190620173744_fonds2



__
Bild: 1213_20190620173353_Health fund vs ETF-corr_RSQ


> cor.test(x1, y1)

Pearson's product-moment correlation

data: x1 and y1
t = 87.291, df = 1007, p-value < 2.2e-16
alternative hypothesis: true correlation is not equal to 0
95 percent confidence interval:
0.9321772 0.9466339
sample estimates:
cor
0.9398248 ---> 93.4% (Kursniveau)

> rsq
[1] 0.8832706 --> 88.3%



=> bezüglich der Kursniveaus korreliert der Fonds (in EUR, aber stark USD-lastig (+) --> das hebt sich mittelfristig eh auf) mit dem Benchmark-ETF schon sehr hoch
<beides in Adjusted-Preisen, was beim Fonds einen kleinen Unterschied macht, da ausschüttend>


___
(+) aus oben:

...Zum Währungsrisiko: Der Fonds hält aktuell ca. 70 Prozent in USD, also einen ganz überwiegenden Teil, aber nicht alles. Insofern belastet eine USD-Schwäche den Fonds, während eine USD-Stärke hilft, das ist richtig. Dieses Kursrisiko sichern wir nicht ab, von daher kann der USD mal gegen uns, mal für uns laufen, und dies ist in der Vergangenheit auch beides schon geschehen. Die Absicherung von Währungsrisiken verursacht Kosten, die Fondsrendite grundsätzlich reduzieren. Auch daher verzichten wir darauf....
Fonds (DE000A1145J0):
- Performance 3 Jahre: +42,33% (der I-Typ ist etwas performanter, aber mit Mindestanlagesumme EUR100k --> +46,92% ;) )

Benchmark: ETF (LU0533033238):
- Performance 3 Jahre: +30,97%

=> 3 Jahre:

Bild: 1213_20190620165440_fonds

Quellen: alle onvista
Stand: 29.03.2019:

4,10% STERIS
3,79% Zoetis Inc
3,76% Omnicell Inc
3,74% UDG Healthcare PLC
3,69% Lonza Group AG
3,66% Straumann Holding AG
3,59% Edwards Lifesciences Corp
3,58% WellCare Health Plans Inc
3,47% Cooper Cos Inc/The
3,47% Thermo Fisher Scientific Inc

--> da hat der Fonds-Manager zuletzt Glück gehabt mit ein paar US-Werten (wie eben z.B. einer Zoetis, dem Tier-Medizin-Spinoff von Pfizer), die zuletzt gut gelaufen sind. Hinzukommt Aufwind durch den U.S. dollar zuletzt => OBACHT!

Sonst hätte er dieses Interview auch gar nicht gegeben, nachdem der Fonds seit Auflage bis 2018Q1 eher unspektakulär vor sich hindümpelte

--> tut mir leid: der Fondsmanager hat keinen besonderen Einblick und damit die notwendige Überzeugung; auch nicht in seiner Branche. Er ist kein Bruce Berkowitz oder Frank Fischer (*) der Gesundheitsbranche, und wird es auch aller Wahrscheinlichkeit nie werden.

Man kann das auf einen Blick oben erkennen:

er ist nämlich dazu viel zu diversifiziert unterwegs,

..auch um den breiten Benchmark ETFs Lyxor MSCI World Health Care (ISIN = LU0533033238; TR) langfristig und nachhaltig abhängen zu können.
(man beachte: er hat einen Kostennachteil; bzw. seine Anleger --> auch dieser muss erst einmal dauerhalt gegenüber dem ETF durch Überperformance kompensiert werden, bevor der Anleger im Fonds besser als im ETF fährt)


--> auch ist die Verteilung obiger Gewichte (#1 mit 4.10% zu #10 mit 3.47%) geradezu von Gleichgewichtigkeit als Fetisch geprägt!?! :eek:
(wird auch schon im Jahresbericht|31.12.2018 sichtbar --> diese Portfolio-Struktur ist also stabil)


__
(*) https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1210025-441-450/…

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