Bis zu 90% sparen! Kostenloser Depotgebühren-Check
030-275 77 6400
DAX-0,49 % EUR/USD+0,03 % Gold+0,06 % Öl (Brent)+0,96 %

Schwellenländeranleihen – warum nicht Argentinien, Mongolei oder Georgien

Gastautor: Daniel Saurenz
19.06.2019, 12:40  |  659   |   |   

argentinienNicht nur die Aktienmärkte hatten 2018 ein hartes Jahr. Schwellenländeranleihen in Hartwährung verzeichneten einen Rückgang um 7,2 Prozent (in Euro). Aber nach einem starken Start in das Jahr 2019 haben sie den Großteil ihrer Wertkorrektur bereits jetzt wieder aufgeholt. Nicht nur deswegen sieht Danske Invest bei Schwellenländeranleihen weiterhin interessante Renditemöglichkeiten. Sie können beispielsweise eine Argentinische Anleihe mit Laufzeit 2038 jederzeit über die Börse München handeln. Die Rendite der WKN A0VTZ1 beträgt 3,8 Prozent. Die Anleihe A1GP1W läuft auf Georgien und zahlt 1,8 Prozent p.a. Rendite bis 2021. 

“Drei Faktoren sprechen aktuell für die Anlageklasse

Nachdem die US-Notenbank signalisiert hat, dass es dieses Jahr keine weiteren Zinsanhebungen geben wird, wurde ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor für die Anlageklasse eliminiert. Übrig bleiben insbesondere drei Faktoren, die unserer Ansicht nach die Marktentwicklung stark beeinflussen können.

1. Wachstumsunterschied: Die Wachstumsdifferenz zwischen den Schwellenländern und den Industriestaaten ist vermutlich der Einzelfaktor, der die größte Bedeutung für das Anlegerinteresse an den Schwellenländern bewirkt. Hier besteht die allgemeine Erwartung, dass sich der Vorteil 2019 zugunsten der Schwellenländer ausweiten wird.

2. Handelskrieg: Trotz der Eskalation des Konflikts zwischen den USA und China erwarten wir ein Handelsabkommen, mit dem beide Seiten leben können und das auch den Rest der Welt zufriedenstellt. Es besteht aber kein Zweifel, dass der Markt aktuell ein Risiko sieht, dass die Verhandlungen ins Stocken geraten, so dass der Konflikt weiter bestehen bleibt und zulasten der globalen Wachstumsaussichten und der Stimmung an den Finanzmärkten noch länger andauert.

3. Globales Wachstum: Die Angst vor einer Rezession schickte die Kurse von Schwellenländeranleihen Ende 2018 auf Talfahrt. Doch trotz einer Phase mit schwachen Konjunkturdaten in Europa und China und der Tatsache, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China das Wachstum abschwächen wird, erwarten wir für 2019 insgesamt dennoch eine solide globale Konjunkturentwicklung. Doch Fakt ist auch: Das Risiko für negative Überraschungen ist gestiegen.

Falls der Handelskonflikt zwischen den USA und China nicht weiter eskaliert, sind die Aussichten für Schwellenländeranleihen unseres Erachtens nach somit insgesamt positiv.

Argentiniens großes verstecktes Potenzial

Argentinien besitzt eine überdurchschnittlich ausgebildete Bevölkerung, eine gut entwickelte Infrastruktur, einen großen Industriesektor, unzählige fruchtbare landwirtschaftliche Nutzflächen und reiche Öl-, Gas- und Mineralienvorkommen. Das große Potenzial des Landes wartet nur darauf, unter den richtigen politischen Rahmenbedingungen gehoben zu werden. Nach Jahrzehnten mit einer schlechten Wirtschaftspolitik mussten die Peronisten Ende 2015 dem neuen Präsidenten Mauricio Macri und seiner reformorientierten Regierungskoalition das Feld überlassen.

Diesen Artikel teilen
Seite 1 von 3
Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
MongoleiGeorgienChinaLandArgentinien


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel