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ROUNDUP 2: Iran schießt US-Aufklärungsdrohne ab - Trump: sehr schwerer Fehler
Foto: kodda - 123rf Stockfoto

ROUNDUP 2 Iran schießt US-Aufklärungsdrohne ab - Trump: "sehr schwerer Fehler"

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
20.06.2019, 20:07  |  1058   |   |   

(mit Trump, Sarif, Guastella, Graham)

WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - Mit dem Abschuss einer US-Aufklärungsdrohne durch den Iran ist der Konflikt zwischen Washington und Teheran gefährlich eskaliert. Die USA und der Iran machten am Donnerstag gegensätzliche Angaben dazu, ob das unbemannte Flugzeug in den iranischen Luftraum eingedrungen war. US-Präsident Donald Trump sagte mit Blick auf den Iran: "Sie haben einen sehr schweren Fehler gemacht." Es sei "wissenschaftlich dokumentiert", dass die Drohne in internationalem Luftraum geflogen sei.

Der iranische Außenminister Jawad Sarif schrieb dagegen auf Twitter, man werde den Fall vor die Vereinten Nationen bringen "und zeigen, dass die Vereinigten Staaten lügen". Der Chef der iranischen Revolutionsgarden (IRGC), Hussein Salami, sagte zum Abschuss der Drohne durch seine Truppen: "Das war eine klare und konsequente Botschaft an diejenigen, die unsere Grenzen verletzen wollen."

Nach Angaben des US-Zentralkommandos Centcom, das die Truppen im Nahen Osten führt, wurde die Drohne vom Typ "RQ-4A Global Hawk" in der Nacht zu Donnerstag über der Straße von Hormus von einer iranischen Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Der Vorfall schürte die Angst vor einer militärischen Konfrontation.

Das iranische Militär feierte den Abschuss der Drohne unter anderem als großen Erfolg der nationalen Militärindustrie. Auf einem nicht zu verifizierenden Video wird unter anderem der nächtliche Raketenstart dokumentiert, dessen Flugverlauf samt anschließendem Treffer an der Drohne mit lauten "Allahu Akbar"-Rufen begleitet wird.

Trump ließ zunächst offen, wie die USA reagieren werden. "Das werden Sie bald herausfinden", sagte Trump am Rande eines Treffens mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau im Weißen Haus. Trump und die iranische Führung haben betont, dass sie keinen Krieg wollen. Trump hatte im vergangenen Monat aber mit dem "offiziellen Ende des Irans" gedroht, sollte die Führung in Teheran "kämpfen" wollen.

Der einflussreiche US-Senator und Trump-Vertraute Lindsey Graham sagte am Donnerstag: "Hier ist, worauf sich der Iran vorbereiten muss: Schwere Schmerzen in ihrem Land." Wenn die Iraner den Kampf suchten, "dann werden sie ihn bekommen". Auf die Frage nach einer militärischen Konfrontation sagte Graham: "Wir sind heute viel näher dran als gestern, und nur Gott weiß, was morgen bringt."

Der Chef der Revolutionsgarden betonte, der Iran wolle mit niemandem Krieg, sei aber auf jeden militärischen Konflikt vorbereitet. Die "rote Linie" des Irans seien dabei seine Grenzen. "Jeder, der die überschreitet, wird zerstört und auch nicht mehr (in sein Land) zurückkehren", sagte General Salami nach Angaben des IRGC-Webportals.

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