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Gebäudereinigungsbranche boomt

Gastautor: Martin Brosy
28.06.2019, 17:29  |  823   |   |   

Der Markt für Gebäudereinigung wächst seit Jahren unverändert weiter. Im Jahr 2018 waren in Deutschland insgesamt über 23.000 Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von mehr als 17.500 Euro in der Gebäudereinigungsbranche tätig. Der Gebäudereinigungsmarkt ist überwiegend Klein- und Mittelständisch organisiert

Der Markt für Gebäudereinigung wächst seit Jahren unverändert weiter. Im Jahr 2018 waren in Deutschland insgesamt über 23.000 Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von mehr als 17.500 Euro in der Gebäudereinigungsbranche tätig. Der Gebäudereinigungsmarkt ist überwiegend Klein- und Mittelständisch organisiert – rund 50.900 dieser Betriebe gibt es aktuell in Deutschland. Der Anteil an Aufträgen für private Wohnräume wächst. Den Löwenanteil stellen aber nach wie vor öffentliche und Geschäftsräume. Aus diesem Grund floriert die Branche insbesondere in den industriereichen Großstädten – eine Reinigungsfirma in Berlin zum Beispiel kann viele dicht aneinander liegende Büros betreuen. Das ist äußerst lukrativ und dank der geringen Fahrtwege sehr effizient.

Foto: © Juan Carlos Garcia Menezo via Pixabay.com

Deutsche lieben es sauber

Laut Angaben des Bundesinnungsverbands für Gebäudedienstleister lag der Jahresumsatz der Branche im Jahr 2018 bei fast 17,9 Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr als in Ländern wie Großbritannien, Italien, Frankreich oder Spanien. Die Bedeutung der Industrie ist besonders für Geschäftskunden offensichtlich: Um ein angenehmes und vor allem sicheres Umfeld für Mitarbeiter zu schaffen und nach außen hin Geschäftsräume professionell zu präsentieren, stellen Firmen gern bedeutende Budgets zur Verfügung. Anders sieht es allerdings bei öffentlichen Trägern aus. Oft fehlt in von Staat oder Stadt geführten Gebäuden das Budget, um den Fachkräften genügend Zeit für die regelmäßige Säuberung einzuräumen. Besonders Reinigungsfirmen in Berlin beklagen häufig die zu selten angesetzten Reinigungstermine. Darunter litten zuletzt Berliner Schulen.

Nachwuchs an der Branche interessiert

Während viele technische und Sozialberufe unter Fachkräftemangel leiden, verzeichen Reinigungsfirmen ein stabiles Interesse am Berufseinstieg. Besonders für junge Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss ist die Branche attraktiv. In der Regel genügt ein Hauptschulabschluss als Zugangsvoraussetzung für eine Ausbildung. Mit dem ausgehandelten Mindestlohntarifvertrag verbesserte sich die Ausbildungsvergütung: Seit 1. Januar 2019 liegt die in Westdeutschland im ersten Lehrjahr bei 725 €, im zweiten bei 860 € und im dritten bei 1.000 €. Im Osten liegt sie bei jeweils 685 €, 820 € und 955 € monatlich. Bis 2020 wird die monatliche Vergütung im 3. Lehrjahr auch in den neuen Bundesländern die 1000 € Marke überschreiten. Nach der Erstausbildung winken Gesellen in Vollzeit Löhne von mehr als 2500 € pro Monat. Wer Personalverantwortung übernimmt und ein eigenes Team sowie eigene Kunden betreut, kann schnell in die Objekt- oder Bereichsleitung einsteigen. Zudem bietet sich neben dem Meister eine Weiterbildung an, etwa zum Fachwirt im Hygienemanagement oder in der Reinigungstechnik.

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