wallstreet:online
42,10EUR | 0,00 EUR | 0,00 %
DAX-0,17 % EUR/USD+0,42 % Gold-0,13 % Öl (Brent)-1,19 %

Goldpreis: Zweiter Anlauf über 1.400 oder fällt die Unterstützung?

02.07.2019, 09:46  |  6674   |   |   

Friedenssignale im Handelskrieg der USA haben den Goldpreis wieder unter die Marke von 1.400 Dollar gedrückt. Fällt das Edelmetall nun unter das alte Ausbruchsniveau zurück oder kommt der zweite Anlauf an das Sechsjahreshoch? Die Goldaktien reagieren jedenfalls gelassen.

Osaka und die Folgen

Newmont Goldcorp Corporation mit festem Hebel folgen [Werbung]
Ich erwarte, dass der Newmont Goldcorp Corporation steigt...
Ich erwarte, dass der Newmont Goldcorp Corporation fällt...

Verantwortlich für diese Werbung ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com. Disclaimer

Donald Trump bewegt die Kurse wie kaum ein Zweiter. Die USA wollen mit China wieder Handelsgespräche aufnehmen. Neue Zölle wird es wohl vorerst nicht geben, so lautet zumindest das vorläufige Ergebnis des G20-Gipfels vom Samstag. Vorläufig deshalb, weil man bereits im vergangenen Jahr an diesem Punkt stand. Doch es dauerte damals nur wenige Monate, bis Trump mit neuen Drohungen per Twitter neues Feuer ins Öl goß und dann auch neue Zölle verhängen ließ. Und auch jetzt sollten Anleger lieber skeptisch sein. Viel wichtiger für die Profis im Markt waren da schon die Äußerungen von Federeal Reserve-Chef Jerome Powell, der die Zinssenkungserwartungen dämpfte. Das wird von vielen als Hauptgrund für den Rückschlag beim Goldpreis genannt. So fiel die Unzennotiz zurück unter die Marke von 1.400 Dollar. Jedoch hält bisher das Ausbruchsniveau zwischen 1.350 und 1.370 Dollar je Unze, was Charttechniker als das wichtigste Signal sehen. Dennoch: Die Fed-Funds-Futures preisen immer noch fast drei Zinssenkungen in 2019 ein.

Nach dem Handelskrieg ist vor dem Handelskrieg!

Noch wichtiger ist aber, dass die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen unter 2 Prozent gefallen ist. Damit sinkt der Realzins, man muss ja stets die Inflation berücksichtigen, in den USA auf etwa Null. Wer sein Geld sicher anlegen will, bekommt also auch in Dollar keine Rendite mehr. Und das spricht natürlich für Gold. Die Frage ist nunmehr, wohin die Reise beim Dollar geht. Ein Ergebnis des G20-Gipfels war ein Wiedererstarken des Greenback. Wie lange das anhalten wird, muss man sehen. Aber eines ist klar: Nach dem Handelskrieg ist vor dem Handelskrieg! Denn: Erstens haben die Chinesen gezeigt, dass man sie nicht so leicht in die Knie zwingen kann. Zum zweiten stänkert Trump auch gegen die EU (Auto-Zölle, Subventionen für Flugzeugbauer etc.,), aber auch weiter gegen Russland und Indien. Das alles ist nach Osaka nicht vom Tisch. Und bitte vergessen Sie nicht: Trump wird von seinen Anhängern dafür geliebt, dass er aggressiv gegen andere Handelsnationen vorgeht. Und nächstes Jahr stehen bekanntlich die Präsidentschaftswahlen in den USA an. Da kann man seine Munition nicht schon Jahr Jahr davor komplett verschießen.

Diesen Artikel teilen
Seite 1 von 6

Goldbarren bequem von zuhause aus kaufen, hier!

Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
AngloGold AshantiGoldaktienDollarHandelGold


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel