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Der Tagesspiegel SAP: Deutsche Wirtschaft braucht mehr Unterstützung der Politik - Softwarekonzern legt Forderungskatalog für höhere Wettbewerbsfähigkeit vor

Nachrichtenagentur: news aktuell
08.07.2019, 20:15  |  581   |   |   
Berlin (ots) - Europas größter Softwarekonzern SAP hat die
deutsche Politik zu mehr Anstrengungen aufgefordert, um das Land
digital kompetener und dadurch wieder wettbewerbsfähiger zu machen.
In einem 11-Punkte-Forderungskatalog, der "Tagesspiegel Background"
exklusiv vorliegt, fordert einer der beiden einzigen im
internationalen Top-100-Ranking der wertvollsten Konzerne
verbliebenen deutschen Unternehmen unter anderen mehr Engagement für
Start-ups.

"Generell stellen wir fest: Deutschlands Industrie ist sehr
leistungsfähig und stabil", sagte SAP-Vorstandsmitglied Christian
Klein zu Tagesspiegel Background. Allerdings, so betont Klein, werde
der internationale Wettbewerbsdruck immer größer: "Um weiterhin vorne
mitzuspielen, braucht unsere Wirtschaft auch Unterstützung durch die
Politik."

So fordert SAP etwa, die Rahmenbedingungen für Start-up zu
verbessern. "Es ist anzuraten, verfügbare öffentliche Mittel zur
Förderung von Start-ups zu bündeln, da die Portfolios von direkten
staatlichen Unterstützungsmaßnahmen für Start-ups für sich genommen
zu klein sind, um hochriskante Finanzierungen abzudecken", heißt es
in den Empfehlungen. Gleichzeitig solle die Bundesregierung "Anreize
setzen, die es privaten Investoren einfacher machen, in
Wagniskapitalfonds und junge Unternehmen zu investieren".

Weiter kritisiert SAP den "langsamen Ausbau von
Gigabit-Infrastrukturen", der sich "zu einem Standortnachteil"
entwickle und "die Einführung von modernen Technologien wie
beispielsweise Cloud-Computing oder Industrie 4.0" verhindere:
"Deshalb müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um den
schnellstmöglichen Ausbau von flächendeckenden und bedarfsgerechten
Gigabit-Infrastrukturen vor 2025 zu ermöglichen", heißt es in dem
Forderungskatalog.

Unzufrieden ist SAP auch damit, dass "der Schutz von
Gesundheitsdaten in Deutschland, ungeachtet der EU-weiten
Harmonisierung, von den einzelnen Bundesländern unterschiedlich
geregelt" werde. "Es sollte überprüft werden, ob immer die
(vorherige) Einwilligung in die Verarbeitung der Daten durch den
Patienten erforderlich ist, oder ob der fristgebundene nachträgliche
Widerruf einer Einwilligung (Opt-out) sinnvoller wäre."

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/was-sich-sap-von-der-bundes
regierung-wuenscht-elf-forderungen-fuer-ein-digitaleres-deutschland/2
4535794.html

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