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Neues Kapitel am Goldmarkt

Gastautor: Dirk Müller
10.07.2019, 08:07  |  3457   |  21   |   

EZB-Chef Mario Draghi hat zuletzt weitere geldpolitische Lockerungen in der Eurozone angedroht. Nach dem demokratie-unwürdigen Brüsseler Basarhandel soll nun aller Voraussicht nach im Herbst 2019 auch noch die ehemalige französische Finanzministerin und heutige Chefin des IWF, Christine Lagarde, Nachfolgerin von „Signore Draghi“ als Präsidentin der Europäischen Zentralbank werden.

Lagarde wird die inflationstreibenden Anleihekauf-Programme mit Sicherheit wieder aufnehmen. Dadurch wird die EZB-Bilanz neue Höchststände oberhalb von fünf Mrd. EUR erreichen. Und natürlich wird auch die absurde Negativzinspolitik der EZB ebenfalls fortgesetzt werden.

Gleichzeitig hat die US-Notenbank FED den Ausstieg aus der Zinswende in den letzten Monaten verbal vorbereitet. Bereits beim Mini-Aktien Crash vor Weihnachten hatten die Märkte die FED zum Kurswechsel gezwungen. Nun erwartet der Markt eine erste Zinssenkung Ende Juli.

Insgesamt ist der Währungskrieg in vollem Gang und Donald Trump wird nicht müde, einen schwächeren US-Dollar zu fordern, um der amerikanischen Wirtschaft einen Export-Vorteil zu verschaffen und das enorme Handelsdefizit zumindest ansatzweise zu reduzieren.

Zusammengenommen geht damit die unendliche Geschichte der hochmanipulierten Finanzmärkte weiter. Die Notenbanken werden weltweit auch weiterhin beliebig billiges Geld zur Verfügung stellen sowie Aktien und Unternehmensanleihen aufkaufen. Verlierer sind die Arbeiter, Sparer und unsere Gesellschaft.

Der Goldpreis hat all das mit einem gewaltigen Sprung nach oben quittiert. Nach einer sechs Jahre lange Bodenbildung und zahlreichen Rücksetzern an der massiven Widerstandszone 1.350 – 1.375 US-Dollar, gelang im Juni der Ausbruch nach oben. Dabei dürfte das kürzlich erzielte Hoch bei 1.438 US-Dollar nur ein Zwischenhoch gewesen sein.

Gut möglich, dass der Goldpreis bis zum FED-Zinsentscheid am 31. Juli den erfolgreichen Ausbruch zunächst einmal konsolidieren und korrigieren wird. Entweder findet diese Konsolidierung auf hohem Niveau um 1.400 US-Dollar statt oder aber die schwachen Hände werden bei einem Test der ehemaligen Widerstandszone 1.350 – 1.375 US-Dollar rechtzeitig vor dem nächsten Anstieg noch abgeworfen.

In jedem Fall hat der Befreiungsschlag am Goldmarkt ein neues Kapitel aufgeschlagen und ein Mindestkursziel bei 1.525 US-Dollar aktiviert. Hier begann das große Dilemma am Goldmarkt im Frühjahr 2013. Damals prallten die Goldkurse dreimal von dieser Marke deutlich nach oben ab. Beim vierten Mal hielt die Unterstützung nicht mehr und es kam zum großen Crash und in der Folge zum Tiefpunkt bei 1.045 US-Dollar.

Heute, über sechs Jahr später, hat der Edelmetallsektor eine tiefe und lange Talsohle durchschritten. Mit dem erfolgreichen Ausbruch steht die Ampeln sowohl beim Gold als auch beim Silber und natürlich den Minenaktien augenscheinlich auf grün!

 

Im kostenlosen Cashkurs*Gold-Webinar am Mittwoch den 17.Juli um 18 Uhr gehen Dirk Müller, Ronald-Peter Stöferle, Florian Grummes und Björn Paffrath der Frage nach, ob wir uns nun tatsächlich in einem neuen Bullenmarkt bei Gold, Silber und den Minenaktien befinden - oder ob die jüngsten Kurssteigerungen nur das bekannte Strohfeuer darstellen. Seien auch Sie mit dabei!

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Kommentare

Zitat von Alf14 "Das gilt in allererster Linie für die USA, aber auch für das hochverschuldete Japan. Diese Länder können mit einem Pinselstrich schuldenfrei gemacht werden! Die Finanzminsiterien dieser Länder müssten nur eine einzige Münze mit dem Schuldenstand des Staates prägen und die Notenbank diese Münze mit den angesammelten Staatsschuldpapieren kaufen. Der Staat bekommt die Schuldpapiere zurück und sie sind getilgt. Da diese Münze niemals in den Verkehr gelangen würde, würde auch kein Inflationsproblem entstehen."

Neues Kapitel am Goldmarkt | wallstreet-online.de - Vollständige Diskussion unter:
https://www.wallstreet-online.de/diskussion/baumansicht/1307…


Ein herzliches Hallo im Forum. Ich bin eigentlich stiller Leser dieses Forums, aber hier muss ich einfach nachhaken...

Ich beziehe Ihre Annahme auf eine Lebensversicherung, die einen Teil Ihres Anlagevermögens in "mündelsichere Papiere", sprich Staatsanleihen investieren muss. Geht die dann zur EZB und bricht sich einen Teil von der Münze raus und zahlt damit die Versicherten aus? Denn irgendwann ist ja Laufzeitende bei den Schuldverschreibungen. Ausgezahlt wird derzeit durch die Aufnahme von neuen Schulden, da die alten Schulden anderwertig ausgegeben wurden.

Laut Ihrer Theorie müssten dann auch alle Gläubiger enteignet werden, denn die Münze würde nie in Umlauf gebracht werden.

Die Italiener kämen Ihrer Idee am Nächsten. Mit dem Drucken der Minibots als Parallelwährung. Sie könnten die gesamte Staatsverschuldung in diese umtauschen um sie dann zu inflationieren. Jeder weitere Staat würde dann aber grandios scheitern, weil das Vertrauen der Anleger verschwunden wäre.

Und noch ein Gedanke, die EZB könnte ja gleich noch die Deutsche Bank raushauen. Da das Investmentbanking fast gänzlich wegfällt müsste sie der DB auch noch 50Mrd. Eigenkapital zuschießen, damit diese wieder mehr Kredite vergeben kann. Das kann die EZB aber nicht....

Lg und ein schönes WE
@Alter Schwede
Mit Deinem Nichtwissen hast Du eindrucksvoll bewiesen, dass Du noch nie anonym beim EM-händler über das sogenannte Tafelgeschäft, Gold erworben hast. Denn im moment kannst du dem EM-Händler 9999 von den wertlosen bunt bedruckten €-Baumwollblättchen auf den Tisch legen und Du erhälst Dein Gold MIT EINEM KAUFBELEG. Da steht dann aber nix mit Deinem Namen und Anschrift sondern "TAFELGESCHÄFT"
Und dies soll nun auf 2000€ reduziert werden.
Zitat von alterSchwede1: Ich denke man will den Goldhandel unter Kontrolle bringen. Bei Verkauf wird dann ein Nachweis über den Kaufpreisw verlangt und der Preisunterschied zwischen Kauf und Verkauf muss versteuert werden.
So ist es jedenfalls in Schweden schon.
Du hast schon recht bis Januar werde ich auch nachkaufen.


Hat man kein Kaufbeleg, hat man die A...karkte gezogen.
Ich denke man will den Goldhandel unter Kontrolle bringen. Bei Verkauf wird dann ein Nachweis über den Kaufpreisw verlangt und der Preisunterschied zwischen Kauf und Verkauf muss versteuert werden.
So ist es jedenfalls in Schweden schon.
Du hast schon recht bis Januar werde ich auch nachkaufen.

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