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Asien Noch zündet die Cannabis-Rakete nicht

15.07.2019, 13:56  |  4074   |   |   

Viele asiatische Länder ändern ihre Einstellung gegenüber Cannabis. Der asiatische Markt für medizinisches Cannabis könnte bis 2024 ein Volumen von 5,8 Milliarden US-Dollar erreichen.

Mit der Legalisierung von medizinischem Cannabis in Thailand, im Februar 2019, sagten einige Branchenexperten voraus, dass andere südostasiatische Länder sich zur Entkriminalisierung der Pflanze entschließen könnten, so Grace Shao für "CNBC".

Thailand ist das einzige asiatische Land, dass medizinisches Cannabis vollständig legalisiert hatte. Es stellte im Februar sein erstes legales Cannabis-Treibhaus vor. Südkorea überraschte viele, indem es im vergangenen November die erste ostasiatische Nation war, die medizinisches Marihuana legalisierte. Die Richtlinie trat im März dieses Jahres in Kraft. Im selben Monat genehmigte Japan klinische Studien für das Cannabispräparat Epidiolex - eine CBD-Mundlösung zur Behandlung von Patienten mit epileptischen Anfällen.

Ende Juni 2019 sagte der malaysische Gesundheitsminister Dzulkefly Ahmad in einer Erklärung: "Drogen haben viele Leben zerstört, aber falsche Regierungspolitik hat viele weitere zerstört. (...) Es sollte eine Entkriminalisierung der Drogen geben". Er fügte hinzu, dass die Legalisierung von medizinischem Cannabis ein "Wendepunkt" wäre.

Japan könnte zukünftig ein großer Verbraucher von medizinischem Cannabis werden, denn das Land hat mit 33,1 Prozent den größten Anteil an alten Menschen. Laut The Economist Intelligence Unit werden bis 2030 voraussichtlich 17,8 Prozent der chinesischen Bevölkerung über 65 Jahre alt sein. Der Bericht fügte hinzu, dass Asien auf dem besten Weg sei, sehr bald die älteste Bevölkerung der Welt zu haben, und mit dem Alter kommen viele chronische Krankheiten.

China ist nicht nur an der Cannabis-Forschung beteiligt, sondern auch stark in der Produktion. So ist die Hanma Investment Group (HMI) das erste Unternehmen, dass die Genehmigung zum Abbau von CBD in China erhalten hat. Das Unternehmen exportiert derzeit 90 Prozent der Produktion - hauptsächlich in die USA, nach Deutschland, Großbritannien, in die Niederlande und zunehmend auch nach Japan.

"Die Wahrnehmung von Cannabis durch Chinesen ist nicht mehr so negativ wie früher. Wir haben wiederholt vermittelt, dass Cannabis im medizinischen und gesundheitlichen Bereich verwendet werden kann", sagte Tan Xi, Präsident bei HMI.

Einige Experten haben Anleger davor gewarnt, nicht übermäßig optimistisch in Bezug auf die Investitionsmöglichkeiten in die asiatische Cannabisindustrie zu werden und meinen, dass die Länder die Pflanze nicht so bald für den Freizeitgebrauch legalisieren werden. Insbesondere die Kosten für den Aufbau der Infrastruktur und den Vertrieb werden hoch sein. Als weitere Hürden nennt Wayne Hall von der University of Queensland die allgemeine Akzeptanz und Zugänglichkeit.

Der globale legale Marihuana-Markt - einschließlich der Freizeitnutzung - wurde im vergangenen Jahr auf 13,8 Milliarden US-Dollar und wird bis Ende 2025 auf 66,3 Milliarden US-Dollar geschätzt, so ein Bericht des kalifornischen Marktforschungsunternehmens Grand View Research aus dem Jahr 2018.

Derzeit sind Kanada und Uruguay die einzigen beiden Länder, die den Freizeitkonsum von Cannabis vollständig legalisiert haben. Aber die Legalisierung von medizinischem Marihuana schreitet weltweit voran.

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