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Vorläufige Entspannung im Handelskonflikt

Gastautor: Dr. Ulrich Kater
16.07.2019, 16:06  |  2025   |   |   

Makroökonomisches Umfeld: Die USA und China haben vereinbart, die Handelsgespräche wieder aufzunehmen. Eine weitere Verschärfung der gegenseitigen Strafzölle droht daher zumindest nicht unmittelbar. Doch die Verunsicherung über Zukunft der internationalen Handelsordnung dürfte bei vielen Unternehmen dennoch weiter bestehen. Angesichts des eingetrübten Konjunkturausblicks und rückläufiger Inflationsraten erwarten wir eine weitere Lockerung der globalen Geldpolitik, doch dürfte dies allein nicht ausreichen, den Schwellenländern neuen wirtschaftlichen Schwung zu verleihen.

 

Kapitalmärkte: Schwellenländeranlagen verzeichneten in den vergangenen Wochen deutliche Kurszuwächse. Haupttreiber waren Aussagen der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank, die auf eine bevorstehende geldpolitische Lockerung hindeuteten. Im Handelsstreit zwischen den USA und China kam es zudem zu einer weiteren Kehrtwende, nachdem US-Präsident Trump von seiner harten Linie abrückte, auf die er erst Anfang Mai eingeschwenkt war. Wir erwarten nun zwei Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr, wodurch das Umfeld für Renten und Aktien aus Schwellenländern grundsätzlich unterstützt bleiben dürfte.

 

 

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Dr. Ulrich Kater
Chefvolkswirt, DekaBank

Der promovierte Volkswirt war von 1995 bis 1999 im Stab der „fünf Wirtschaftsweisen“ für die Themen Geldpolitik und Kapitalmarkt verantwortlich. Seit 1999 hat er maßgeblich zum Aufbau der Volkswirtschaftlichen Abteilung der DekaBank beigetragen, ist seit 2004 Chefvolkswirt der DekaBank und übernahm 2006 den Vorsitz der Kommission Wirtschaft und Finanzen im Verband Öffentlicher Banken, den er bis heute innehat.

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