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LEONI IM FOKUS Angeschlagener Autozulieferer hofft auf Befreiungsschlag

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
17.07.2019, 08:35  |  1978   |   |   

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Seit über einem Jahr geht es für den angeschlagenen Autozulieferer und Kabelspezialisten Leoni an der Börse steil bergab. Hausgemachte Probleme und die maue Autokonjunktur belasten das fränkische Traditionsunternehmen, das sich mitten im Umbau befindet. Mit dem Verkauf oder Börsengang seiner Kabelsparte peilt Leoni nun den dringend benötigten Befreiungsschlag an. Was momentan im Unternehmen los ist, wie Analysten es bewerten und wie sich die Aktie entwickelt hat.

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Es war eine Nachricht, die an den Aktienmärkten nur kurz für Begeisterung sorgte. In der vergangenen Woche verkündeten die Franken, dass sie sich von ihrer Sparte für Kabel, Drähte und Verbindungslösungen (WCS) trennen wollen. Sowohl ein kompletter Verkauf und ein Anteilsverkauf als auch ein Börsengang kämen in Betracht, teilte Leoni mit. Den zwar deutlich größeren, aber zuletzt klar defizitären Bordnetzbereich (WSD) wollen die Nürnberger dagegen behalten und strategisch weiterentwickeln.

Zugleich verkündete Leoni, dass der Konzern weiter am "bestehenden Refinanzierungsbedarf" arbeiten und alle Optionen in Betracht ziehen wolle. In Anbetracht klammer Kassen sehen Anleger die Gefahr einer massiven Kapitalerhöhung am Horizont aufziehen. Sollte es so kommen, könnten ihnen erhebliche Verwässerungseffekte drohen. Vor diesem Hintergrund drehte der Leoni-Kurs nach kurzen positiven Effekten wieder ins Minus und gab die Gewinne weitgehend ab.

Zunächst hatte der SDax -Konzern mit seinem möglichen Spartenverkauf Hoffnung auf eine Trendwende bei den leidgeplagten Anlegern geweckt. Sie mussten in den zurückliegenden anderthalb Jahren eine Menge Kummer und gleich mehrere Gewinnwarnungen ertragen. Neben den Auswirkungen der schwächelnden Autoindustrie fielen Leoni auch hausgemachte Probleme auf die Füße. Der Zulieferer litt etwa unter Anlaufproblemen im neuen Werk im mexikanischen Merida und Defiziten beim internen Berichtswesen. Zum Jahresauftakt war Leoni dann unter dem Strich in die roten Zahlen gerutscht. Konkrete Finanzziele mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf blieb der Konzern mit weltweit über 90 000 Mitarbeitern bislang schuldig.

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