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Interview Philion will Freenet und 1&1 Drillisch Konkurrenz machen

Gastautor: w:o Gastbeitrag
18.07.2019, 06:00  |  6492   |   |   

Früher war René Schuster als Vorstand von Vodafone und Telefonica Deutschland für die Großen der Telekommunikationsbranche aktiv. Inzwischen ist er Verwaltungsratschef von Philion. Was er bei dem seit dem Jahreswechsel 2017/2018 an der Börse notierten Unternehmen plant, erläutert der Manager im Interview mit unserer Redaktion. Aus Sicht von Schuster soll Philion deutlich wachsen. Ein Umsatz von 300 Millionen Euro ist sein erklärtes Ziel. 

 

Philion dürfte vielen Anlegern noch unbekannt sein. Stellen Sie uns die handelnden Personen und die Gesellschaft zunächst bitte kurz vor.

Schuster: Hinter Philion steht ein Managementteam mit jahrzehntelanger Erfahrung im deutschen und internationalen Telekommunikationsmarkt. Dazu gehören Reinhard Krause, ehemaliger Debitel-Vorstand und Michael Rohbeck, ehemaliger Geschäftsführer von Versatel Deutschland. Seit Anfang 2018 arbeiten wir gemeinsam an einer neuen Konsolidierungswelle - diesmal bei den netzunabhängigen Mobilfunkdienstleistern. Durch Übernahmen wollen wir in wenigen Jahren einen dritten großen netzunabhängigen Player neben Freenet und 1&1 Drillisch aufbauen und dabei eine in Deutschland einzigartige Strategie umsetzen.

 

Ist im deutschen Markt denn noch Platz für einen weiteren großen Player?

Schuster: Davon sind wir überzeugt. Es gibt mit der Deutschen Telekom (T-Mobile), Vodafone und Telefónica Deutschland (E-Plus und O2) drei große Netzbetreiber sowie mit United Internet (1&1 Drillisch) und freenet (Mobilcom-Debitel) zwei große unabhängige Player. Daneben tummeln sich im stationären Markt zahlreiche kleinere Wettbewerber mit insgesamt mehr als 3.500 Stores. Dies schreit nach Konsolidierung und bietet uns Chancen.

 

Wie grenzen sie sich von 1&1 Drillisch und freenet ab?

Schuster: Der eine ist praktisch ausschließlich online-orientiert, wohingegen der andere ganz wesentlich auf den stationären Vertrieb setzt. Wir glauben aber, dass die Kunden zukünftig nicht mehr zwischen online und offline unterscheiden wollen. Daher setzen wir auf das Beste aus beiden Welten. Über eine Buy-and-Build-Strategie wollen wir einen im deutschen Markt einzigartigen Omni-Channel-Champion aufbauen.

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