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Schaeffler – Sparprogramm und E-Mobilität sollen die Wende bringen!

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Nachrichtenquelle: onemarkets Blog
17.07.2019, 12:00  |  377   |   

Im ersten Halbjahr stiegen die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit zählt Deutschland jedoch zu den Ausnahmen. Der globale Automarkt stottert. Europaweit sank die Zahl der Neuzulassungen im ersten Halbjahr um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In den USA wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 8,9 Prozent und in China sogar um 12,5 Prozent weniger Pkws neu zugelassen. Dem Analysehaus Center for Automotive Research (CAR) zufolge dürften 2019 weltweit rund vier Millionen weniger Fahrzeuge verkauft werden als noch 2018. Das bekommen Automobilzulieferer wie Schaeffler zu spüren. “Das zweite Halbjahr wird voraussichtlich schwächer als bislang erwartet. Darauf müssen wir uns proaktiv einstellen”, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld kürzlich im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Eine Überraschung war die Aussage nicht. Die Aktie des Autozulieferers hat nach Gewinnwarnungen und zahlreichen Hiobsbotschaften aus der Branche seit Anfang 2018 mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Nach Einschätzung zahlreicher Analysten könnte der Boden inzwischen allerdings erreicht sein.

Die Wurzeln von Schaeffler gehen weit zurück. Vor rund 135 Jahren entwickelte Friedrich Fischer eine Kugelschleifmaschine, mit deren Hilfe gehärtete Stahlkugeln absolut gleichmäßig rund geschliffen werden konnten. Das war die Geburtsstunde des Kugellagers. 1909 übernahm Georg Schaeffler die einstige Friedrich Fischer AG. Bis heute gibt die Familie Schäffler beim Automobilzulieferer den Ton an.

Heute gliedert sich der Konzern in drei Sparten – Automotive OEM, Automotive Aftermarket und Industrial. Im Bereich Automotive OEM entwickelt Schaeffler unter anderem Komponenten und Systeme für Getriebe, Lenkungskomponenten sowie hybride und elektrische Antriebssysteme. Über 60 Prozent steuerte diese Sparte im ersten Quartal 2019 zum Gesamtumsatz bei.  Automotive Aftermarkt umfasst unter anderem Ersatzteile und Reparaturlösungen und im Industrialbereich finden sich Komponenten für Antriebssysteme für Fahrräder, Schienenverkehrsfahrzeuge und Baumaschinen, sowie Wasserkraft, Solarenergie und Windkraft. Die Industriesparte war zuletzt für rund 24 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich.

Sparprogramm und Expansion in E-Mobilität

Angesichts des global schwachen Automarkts kassierte Konzernchef Klaus Rosenfeld Anfang März die Ziele für 2019 und 2020 und läutete ein neues Sparprogramm ein. „Das Problem in der Automotive-Sparte ist, dass wir ein sehr breites Portfolio haben. Wir müssen selektiver werden“, sagte Rosenfeld. Im Rahmen des neu aufgelegten “RACE”-Programms sollen Standorte zusammengelegt, geschlossen oder verkauft werden. Fünf Standorte stehen dabei auf dem Prüfstand. Anfang Juli wurde bereits das Werk in Hamm an das Management verkauft. Ziel ist, das Ergebnis bis 2022 um 90 Millionen zu steigern.

Gleichzeitig will Schaeffler im Bereich E-Mobility aufholen. Die Automobilhersteller sind bereit, Milliarden Euro in die Entwicklung einer E-Auto-Flotte zu investieren und überschlagen sich mit den Zahlen der geplanten Fahrzeugmodelle. So wundert es nicht, dass Schaeffler vor allem in diesem Segment kräftig investiert. Von Hybridmodulen über die elektrische Achse, bis hin zum Radnabenantrieb bietet Schäffler Lösungen für Hybridfahrzeuge und reine Elektroautos an – sowohl bei 48 Volt- als auch bei Hochvolt-Systemen. Im vergangenen Jahr kauften die Franken die Technologie für eine rein elektronische Lenkung von Parvan sowie den Hersteller von Fertigungsmaschinen für den Bau von Elektromotoren Elmotec Statomat. Im Frühsommer setzte Schaeffler die Einkaufstour fort und erwarb Xtronic, einen Anbieter von Software- und Elektroniklösungen. “Es ist wichtig für uns, unser Know-how in diesem Bereich zu erweitern. Das hilft, sowohl im Fahrwerkgeschäft als auch bei der E-Mobilität voranzukommen”, erklärte Rosenfeld. Die Investitionen in den E-Mobility-Bereich zeigte bereits Wirkung. So stieg der Umsatz in diesem Segment im ersten Quartal 2019 um mehr als ein Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Ein großer Teil der Analysten ist nach Angaben von Thomson Reuters mittelfristig optimistisch. Mit einem KGV von aktuell 5,5 und einer Dividendenrendite von 7,4 Prozent (Quelle: Thomson Reuters) ist die Aktie zudem günstiger bewertet als der Sektordurchschnitt. Die EBIT-Marge ging von elf Prozent im ersten Quartal 2018 auf 7,5 Prozent im ersten Quartal 2019 zurück. Durch Sparmaßnahmen besteht die Chance auf eine Erholung der Marge. Außerhalb des Automobilsektors, im Industriesektor, zeigte im ersten Quartal ein Umsatzwachstum von knapp sieben Prozent. Frei von Risiken ist die Aktie jedoch nicht. So warteten die Franken in den zurückliegenden Monaten mit drei Gewinnwarnungen auf. Zudem ist eine Erholung am globalen Automobilmarkt noch nicht in Sicht. Die Aktie könnte somit weiter unter Druck geraten.

Charttechnischer Ausblick: Schaeffler

Widerstandsmarken: 6,50/6,80/7,25 Euro

Unterstützungsmarken: 6,10/6,40 Euro

Die Aktie von Schaeffler bildet aktuell im Bereich von EUR 6,40 einen Boden. Der seit Ende April gebildete Abwärtstrend wurde kürzlich nach oben durchbrochen und die 10-Tage-Durchschnittslinie drehte bereits nach oben. Gelingt der Ausbruch über EUR 6,50  besteht die Chance auf eine Erholung bis EUR 6,80 und im weiteren Verlauf bis EUR 7,25. Bis es jedoch soweit ist muss mit neuen Rücksetzern bis EUR 6,10 gerechnet werden.

Schäffler in EUR; Tageschart (1 Kerze = 1 Tag)

Betrachtungszeitraum: 24.09.2018 – 17.07.2019. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

Schäffler in EUR; Wochenchart (1 Kerze = 1 Woche)

Betrachtungszeitraum: 12.10.2015 (erster Handelstag) – 17.07.2019. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

Investmentmöglichkeiten

Memory Express Fallschirm Zertifikat auf die Aktie von Schaeffler für Spekulationen, dass sich die Aktie seitwärts oder moderat aufwärts bewegt

Basiswert WKN Verkaufspreis in Euro Zinssatz p.a.
Barriere
finaler Beobachtungstag
Schaeffler HVB3N5 in Zeichnung bis 01.08.2019 3,10% 70%* 30.07.2025
* Referenzpreis am Anfänglichen Beobachtungstag; Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 17.07.2018; 09:41 Uhr

Tradingmöglichkeiten

Optionsscheine auf die Aktie von Schaeffler für Spekulationen, dass sich die Aktie aufwärts (Call) beziehungsweise abwärts (Put) entwickelt

Basiswert WKN Verkaufspreis in Euro Basispreis in Euro
Hebel finaler Bewertungstag
Schaeffler (Call) HX60RW 0,63 6,00 10,27 19.09.2018
Schaeffler (Put) HX68A0 0,87 7,00 7,46 18.12.2018

Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 17.07.2019; 09:42 Uhr

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Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte .

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Der Beitrag Schaeffler – Sparprogramm und E-Mobilität sollen die Wende bringen! erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

Autor: Richard Pfadenhauer

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