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IMK-Barometer In Deutschland geht das Rezessionsgespenst um: Wie ernst ist es wirklich?

17.07.2019, 16:08  |  10368   |   |   

Laut dem IMK-Konjunkturbarometer nimmt die Gefahr einer Rezession in Deutschland weiter zu. Aber bis es tatsächlich soweit sei, müssten noch viel höhere Barometer-Werte erreicht werden, schreiben IMK-Forscher.

Die Konjunkturampel des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) zeigt an, dass die Rezessionsgefahr in Deutschland wieder "leicht" zugenommen habe. Demnach weist das Konjunkturbarometer für den Zeitraum von Juli bis September 2019 ein Rezessionsrisiko von 36,6 Prozent auf. In diesem Monat Juni waren es nur 30,9 Prozent.

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Gleichwohl relativieren die IMK-Ökonomen: "In der Gesamtschau der Daten prognostiziert das IMK weiterhin eine konjunkturelle Entwicklung, bei der die starke Inlandsnachfrage Deutschland vor einer Rezession bewahrt." Beschäftigungs- und Lohnzuwächse hielten den privaten Konsum in Schwung, was sich positiv auf die Konjunktur auswirke.

Das IMK-Barometer müsste viel weiter ansteigen, um ernsten Rezessionsalarm geben zu können: "Der Anstieg der Rezessionswahrscheinlichkeit fällt aber nicht so heftig aus, dass die konjunkturelle Flaute zwangsläufig in eine Rezession mündet. Der anhand früherer Rezessionsphasen festgestellte Schwellenwert für die Ampelphase rot liegt zur Vermeidung irrtümlicher Rezessionssignale erst bei 70 Prozent", erklären die IMK-Wirtschaftswissenschaftler.

Auf der Plus-Seite stünden ein leichter Anstieg der Auftragseingänge aus dem Inland und die "weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen." Somit würde ein stärkerer Anstieg der Wahrscheinlichkeit einer Rezession verhindert, fassen die Institutsforscher zusammen.

Auf der Minus-Seite steht die momentan anhaltende Schwäche der deutschen Industrie: Das Abflauen des weltwirtschaftlichen Wachstums münde zunehmend in eine "Produktionsflaute" in den deutschen Schlüsselindustrien wie Fahrzeugbau und Maschinenbau, so das IMK.

Der IMK-Prognose unterliege einer "hohen prognostischen Unsicherheit", ergänzen die Macher des IMK-Barometers. Gründe für diese Unsicherheit seien "die außenwirtschaftlichen Risiken getrieben durch die weiter ungelösten Handelskonflikte der USA mit China und der EU."

Autor: Christoph Morisse

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