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Strafzinsen und Anleihen-Käufe Wird Christine Lagarde schon ab September zur Super-Nullzins-Queen?

18.07.2019, 14:05  |  10445   |   |   

Ein Ende der Politik des leichten Geldes der EZB ist nicht in Sicht. So könnten die Niedrigzinsen die Aktienkurse weiterhin nach oben treiben. Marktmeinungen.

Schon im September sei es laut Marktbeobachtern soweit: Die neue Nullzins-Queen, Christine Lagarde, könnte dann an der Schraube für Strafzinsen drehen und auch das Anleihenkauf-Programm der EZB wieder ankurbeln. Auch eine baldige Absenkung der Leitzinsen wird diskutiert.

Die "wallstreet-online"-Redaktion hat Kapitalmarktexperte Roger Peeters von pfp Advisory um eine Antwort auf die Frage gebeten, ob man davon ausgehen könne, dass Draghis leichtes Geld zu Lagardes ultraleichtem Geld werde. Die Antwort ist klar: "In jedem Fall kann man von einer Fortführung der sehr expansiven Politik ausgehen. Aber selbst die von Ihnen skizzierte Ausweitung der Politik des leichten Geldes ist vorstellbar, etwa über noch umfangreichere Käufe durch die Notenbank. Denkbar ist dies vor dem Hintergrund der angeschlagenen Konjunktur. Lagarde steht nicht im Verdacht, hier übertrieben ‚hawkish‘ zu agieren. Es wird meiner Ansicht Bestand haben, dass die Notenbanken der wesentlichste positive Kurstreiber bleiben werden auf absehbare Zeit", so Börsenexperte Peeters.

Laut einer "Reuters"-Umfrage rechnen fast 70 Prozent der befragten Ökonomen damit, dass die EZB-Währungshüter im September auf ihrer geldpolitischen Sitzung den Einlagensatz noch weiter in die Minuszone drücken werden. Die befragten Wirtschaftsexperten gehen von einer Senkung der so genannten Strafzinsen auf minus 0,5 Prozent aus. Derzeit beträgt der Zinssatz minus 0,4 Prozent. Der Einlagenzins zeigt an, wie viel Aufgeld Banken an die EZB zahlen müssen, wenn sie Geld bei der EZB bunkern.

Didier Borowski, Head of Macroeconomic Research bei Amundi, meint: "Auf der monetären Seite glauben wir, dass die EZB vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden Konjunkturperspektive in der Eurozone und einer geringen Inflation nicht zögern wird, ihre Leitzinsen zu senken, wenn die Fed die Zinsen deutlich senkt und/oder wenn der Euro aufgewertet wird. Schließlich erwarten wir, dass die EZB im September ein neues QE-Programm für Unternehmensanleihen ankündigt. Denn sie beabsichtigt weiterhin, 'alles zu tun, was nötig ist', um eine Krise in der Eurozone zu vermeiden", so Analyst Borowski.

Die These von Borowski stützt das Ergebnis der "Reuters"-Umfrage: Innerhalb eines Monats stieg der Anteil der Finanz-Experten, die mit einem Neustart des EZB-Anleihenkauf-Programms noch in diesem Jahr rechnen - von 15 auf 40 Prozent. Eindeutig ist das Experten-Votum, wenn es um die Frage geht, ob die designierte Nullzins-Queen Christine Lagarde die Geldpolitik des bisherigen Nullzins-Königs Mario Draghi ändern werde: Rund 95 Prozent gehen von keiner Änderung aus.

Anfang Juli nominierten die EU-Finanzminister die Französin Lagarde als Nachfolgerin Mario Draghis. Lagarde wird am 12. September als IWF-Chefin zurücktreten.

Autor: Christoph Morisse

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5 Kommentare

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Kommentare

Zitat von IknoWmorEthaNu: SuperMario ebnet den Pfad für eine Verurteilte Veruntreuerin


Warum schreibt das niemand mal deutlich?
warum nicht gleich - 5 %.

das treibt dann die Sparer vollends in den Druck sich eine Immobile anzuschaffen,

und bummm, dann platzt diese Blase und das häuschen ist nur noch 1/3 wert.

so oder so, sie nehmen und alles an Guthaben was der Bürger sich in 40 jahren erarbeitet hat.
Nur zu, Du hässliches Entlein, Du treibst den Euro und damit die EU vollends in den Ruin, wahrscheinlich Dein letztes Amt, danach braucht Dich kein Mensch mehr, liebe Christine.

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