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Warum die Gazprom-Aktie diese Woche um 12 gesunken ist!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
20.07.2019, 09:15  |  4425   |   |   

Die Aktie des russischen Erdgasriesen Gazprom (WKN: 903276) hatte es in der vergangenen Woche definitiv nicht leicht. Alleine in den letzten fünf Handelstagen ging es bei dem Papier von einem Kursniveau von 6,90 Euro bergab auf momentan lediglich noch 6,12 Euro. Das entspricht immerhin einem Abverkauf in Höhe von knapp 12 %.

Doch was waren die Gründe für diese doch recht schlechte Entwicklung aus Sicht des Aktienkurses? Ein kleiner, Foolisher Check könnte hier einige interessante Aspekte offenbaren. Und eine Sichtweise, die möglicherweise gar nicht mal so verkehrt ist.

Dividendenabschlag ist für mehr als die Hälfte der Performance verantwortlich

Ein ganz wesentlicher Grund für diesen bedeutenden Abverkauf war zunächst der Dividendenabschlag für das vergangene Geschäftsjahr 2018. Per 17.07. wurde die Aktie des russischen Erdgaskonzerns ex Dividende gehandelt. Der Dividendenabschlag für das vergangene Geschäftsjahr 2018 betrug hierbei 16,61 Russische Rubel, was bei den Kursen zu Beginn der Woche noch immer eine Dividende in Höhe von über 6 % bedeutet hat.

Über die Hälfte der schlechten Performance der vergangenen Woche ist daher im Grunde auf eine doch recht erfreuliche Entwicklung zurückzuführen. Nämlich die, dass die Investoren für das Halten der Aktie mit einer hohen Ausschüttung belohnt wurden.

Langfristig könnte übrigens noch weitere Dynamik in das Thema „Dividende“ kommen, denn in den kommenden Jahren möchte Gazprom bis zu 50 % des operativen Gewinns für die Dividende verwenden. Bei einem 2018er-Gewinn je Aktie in Höhe von über 65 Russischen Rubeln könnte sich die Ausschüttungshöhe der Gazprom-Aktie daher noch einmal glatt verdoppeln, was durchaus bemerkenswert ist.

Für den Moment bleibt hierbei jedoch festzuhalten, dass die Investoren in diesen Tagen ihre Ausschüttung lediglich erhalten. Im Grunde hat es hier einen Tausch zwischen Kurs und Dividende gegeben, was abgesehen von der steuerlichen Komponente zumindest zu keiner wesentlichen Verschlechterung führt.

Ein schwächerer Ölpreis belastete zusätzlich

Ansonsten hat es in den vergangenen Handelstagen keinerlei Meldungen gegeben, die Investoren besorgen sollten. Geschweige denn erfreuen. Im Grunde genommen war die aktuelle Situation ruhig. Zumindest bis auf kleinere Sperenzchen.

Ein zugegebenermaßen schwächerer Ölpreis belastete in den vergangenen Tagen ein wenig. Da die Sorte Brent jedoch auch weiterhin über der Marke von 60 US-Dollar je Barrel notiert, dürfte hier für alle langfristig orientierten Investoren noch immer alles im Lot sein. Zumal sich die Ölpreise bereits seit längerer Zeit auf einem stabilen Niveau einzupendeln schienen.

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