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Nigeria Nigeria stemmt sich mit allen Mitteln gegen ein internationales Schiedsverfahren

Gastautor: Frank Tetzel
06.12.2019, 10:20  |  468   |   |   

In Nigeria spielt sich derzeit ein Wirtschaftskrimi ab, das alle Zutaten zu einem großen Drama hat. Es geht um viel Geld, Korruption aber gleichzeitig auch, um die Investitionssicherheit westlicher Unternehmen auf dem afrikanischen Kontinent.

Nigeria sind Südafrika sind die wichtigsten Wirtschaftsmächte auf dem afrikanischen Kontinent. In Nigeria wird seit mehr als 50 Jahren Erdöl gefördert, trotzdem lebt ein Großteil der Bevölkerung in bedrückender Armut.

Umweltverschmutzung, aber auch Korruption sind die großen Geißeln dieses Landes, das für viele deutsche Unternehmen interessante Investitionsmöglichkeiten bietet, aber gleichzeitig auch hohe Risiken. Das bevölkerungsreichste Land Afrikas ist dynamisch, vielfältig, aber Konfliktreich. 

In Nigeria spielt sich derzeit ein Wirtschaftskrimi ab, das alle Zutaten zu einem großen Drama hat. Es geht um viel Geld, Korruption aber gleichzeitig auch, um die Investitionssicherheit westlicher Unternehmen auf dem afrikanischen Kontinent.

Regierungsvertrag

Dazu gibt es eine lange Vorgeschichte, die mit den wertvollsten Schätzen des rohstoffreichen westafrikanischen Landes zu tun hat. Ein Energieunternehmen, Process and Industrial Developments Limited (P&ID) hatte mit der nigerianischen Regierung eine Vereinbarung über den Bau einer hochmodernen Gasaufbereitungsanlage zur Raffination von Erdgas ("Wet Gas") zu "Lean Gas" getroffen, die Nigeria kostenlos für den Betrieb seines nationalen Stromnetzes erhalten würde.  

Die lukrativen flüssigen Erdgas-Nebenprodukte (Propan, Ethan, Butan) aus der Verarbeitung sollten von P&ID auf dem internationalen Markt verkauft werden dürfen, das Unternehmen erwartete Gewinne in Milliardenhöhe. Im Jahr 2010 schloss P&ID mit der nigerianischen Bundesregierung eine 20-jährige Vereinbarung zur Durchführung dieses Projekts ab.

Regierung tat nichts

Ein Teil der Vereinbarung sah vor, dass die nigerianische Regierung sicherzustellen hatte, dass alle erforderlichen Rohrleitungen und die dazugehörige Infrastruktur gebaut und mit Behörden und Dritten Vereinbarungen getroffen werden sollten, um das Gas für die P&ID-Verarbeitung zu liefern. Die nigerianische Regierung ist jedoch ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen, so dass das Projekt ins Stocken geriet. Dies bedeutete, dass Nigeria die Chance auf eine neue Stromversorgung verlor und andererseits P&ID 20 Jahre Gewinne einbüßte. Nun zog man vor ein internationales Schiedsgericht in London

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