Ranking: Die größten Kupferminen der Welt.

24.07.2019, 12:43  |  5809   |   |   

Der Kupferpreis kämpft seit Wochen mit der Marke von 6.000 US-Dollar je Tonne. Nichtsdestotrotz steigt das Angebotsdefizit auf dem Weltmarkt. Wir blicken deshalb heute auf die größten Kufperminen der Welt.

Kupfermarkt: Zwischen Handelskrieg und Angebotsdefizit

Der Kupferpreis bleibt in höchstem Maße von den Geschehenissen im Handelskrieg abhängig. So kämpft die Notiz weiterhin mit der Marke von 6.000 Dollar je Tonne. Schon seit zwei Monaten hat der Preis diese runde Marke nicht mehr überschreiten können. Dabei sind höhere Preise unbedingt notwendig, denn es gibt zu wenig Kupfer. Wie die neuesten Zahlen der International Copper Study Group (ICSG) zeigen, lag das Angebotsdefizit zwischen Januar bis April bei saisonbereinigten 149.000 Tonnen. Damit ist das bereits bestehende Defizit nicht mehr weit von der ICSG-Schätzung für das Gesamtjahr in Höhe von 189.000 Tonnen entfernt. Die Hauptgründe für den Mangel sind Produktionsrückgänge in Chile, Indien und Sambia. Die Angebotsprobleme dürften auch jetzt nicht besser werden. So hat die chilenische Kupferkommission in der vergangenen Woche ihre Prognose für die heimische Produktion nach unten revidiert. 2019 soll die Förderung mit 5,83 Mio. Tonnen etwa auf dem Vorjahresniveau liegen. Da darf dann aber nichts mehr schiefgehen.

Globale Nachfrage steigt, das Angebot nur bedingt

Auf den Kupfermarkt kommen ohnehin schwierige Zeitne zu. Denn die Nachfrage steigt weiter kontinuierlich. So werden in den Batterien eines Elektroautos etwa drei- bis viermal so viel Kupfer verbaut wie bei einem herkömmlichen Verbrenner-Fahrzeug. Nicht zu vergessen ist, dass auch der Aufbau der Ladeinfrastruktur Kupfer benötigt. Und auch das Wachstum der Erneuerbaren Energien (Solar, Wind) treibt die Nachfrage an. Da schätzt sich jeder glücklich, der bereits eine starke Position im Kupfermarkt hat. Die größte Kupfermine der Welt war auch im vergangenen Jahr die Escondida-Mine in Chiles Atacama-Wüste. Sie allein steht mit einer Förderung von 1,21 Mio. Tonnen für etwa 5 Prozent der globalen Produktion. Die britische BHP hält 57,5 Prozent der Anteile und betreibt die Mine. Weitere Eigentümer sind Rio Tinto (30%) und Japan Escondida (12.5%). Dahinter folgt mit deutlichem Abstand die Collahuasi-Mine von Anglo American (44%), Glencore (44%) und Mitsui (12%). Mit einer Produktion von 559.000 Tonnen Kupfer lag man 2018 knapp vor der Grasberg-Mine von Freeport McMoran. Bemerkenswert ist, dass nur zwei der Top 10-Kupferminen in diesem Jahrhundert ihren Betrieb aufgenommen haben. In der BUenavista-Mine in Mexiko wird bereits seit 120 Jahren Kupfer abgebaut. Grundsätzlich sinken die Kupfergrade in den bestehenden Minen deutlich, seit Ende der 1990er Jahre ungefähr um ein Drittel (ausführlich hier). Das heißt: Heutzutage müssen die Betreiber deutlich mehr Steine bewegen, um die gleiche Menge an Kupfer zu erhalten. Und das wiederum erhöht die Kosten. Und hier noch die Plätze 11 bis 20 der größten Kupferminen der Welt: Los Bronces (Chile); 12. Los Pelambres (Chile); 13. Polar Division (Russia); 14. Radomiro Tomic (Chile); 15. Chuquicamata (Chile); 16. Kansanshi (Zambia); 17. Sentinel (Zambia), 18. Bingham Canyon (USA), 19. Mutanda (DRC), 20. Olympic Dam (Australia).

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