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MBH Callum Laing: "Warren Buffett ist unser Vorbild"

Gastautor: w:o Gastbeitrag
25.07.2019, 08:38  |  3358   |   

MBH zählt zu den hierzulande bisher eher unbekannten Beteiligungsgesellschaften. Vorstandschef Callum Laing hat aber große Pläne. Er will mit seinem Unternehmen dorthin, wo Gesco und Indus schon sind. Das macht der CEO im Interview mit unserer Redaktion deutlich. Laing setzt auf internationale Zukäufe, man schaut sich weltweit um und bedient eine Nische. Bis zum Jahresende könnte das Portfolio von MBH auf 20 Beteiligungen anwachsen. Dabei orientiert sich Laing an einer Value-Strategie und vertraut auf ein „Agglomeration“-Modell.

Bevor wir uns mit der MBH Corporation beschäftigen, eine generelle Frage. Was denken Sie: Warum fällt der Weg an die Börse vielen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) - vor allem in Deutschland - so schwer?

Laing: Lassen Sie mich eingangs kurz aufzeigen, welche enorme Bedeutung kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) für die Wirtschaft haben. In Deutschland erwirtschaften sie mehr als jeden zweiten Euro und stellen deutlich über die Hälfte aller Arbeitsplätze. Während Medien und Regierungen von „Tech-Einhörnern“ und Startups begeistert sind, besteht der Großteil der Wirtschaft aus traditionellen, eher kleineren Unternehmen mit echtem Personal, Produkten zum Anfassen und realen Gewinnen. Der Weg an den Kapitalmarkt fällt diesen mittelständischen Unternehmen schwer, da potentielle Investoren diese Unternehmen zumeist aufgrund eingeschränkter Exit-Möglichkeiten meiden. Ein KMU-Investment gilt als riskant und illiquide. In den letzten 20 Jahren hat sich die Anzahl der Börsengänge in Deutschland nahezu halbiert. Der Hauptgrund dafür sind sicher die mit einem Börsengang verbundenen hohen Kosten und Anstrengungen. Zudem befürchten viele private Unternehmer den Verlust ihrer Autonomie bei wichtigen Management-Entscheidungen. Es gibt bereits verschiedene Ansätze die Finanzierungsmöglichkeiten von kleinen Unternehmen am Kapitalmarkt zu verbessern. Dazu zählt unter anderem der Versuch der Deutschen Börse mit der Etablierung des Scale-Segments. Enttäuschend ist jedoch, dass es dort bis dato keine wesentliche Anzahl an Börsengängen gab und der traditionelle Mittelstand erneut außen vorblieb.

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