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WDH/Volkswirte 'Konjunkturdelle' inzwischen 'anhaltende Schwächephase'

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
28.07.2019, 14:38  |  906   |   |   

(Wort "mehr" im ersten Satz des dritten Absatzes ergänzt)

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die zunehmende Exportschwäche vieler deutscher Unternehmen wächst sich nach Einschätzung von Konjunkturexperten immer mehr zu einer länger andauernden Wirtschaftsflaute aus. Inzwischen könne man nicht mehr nur von einer "Konjunkturdelle" reden. Die deutsche Wirtschaft durchlebe derzeit eine "anhaltende Schwächephase", betonten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es sei inzwischen zweifelhaft, ob die Wirtschaft bis zum Jahresende wieder an Fahrt gewinne.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) geht davon aus, dass die erwartete Konjunktureintrübung für den deutschen Arbeitsmarkt weitgehend folgenlos bleiben werde. Die Erwerbslosigkeit könnte saisonbereinigt in den kommenden Monaten zwar leicht steigen. Parallel dazu werde aber vor allem in konjunkturunabhängigen Dienstleistungsberufen die Zahl der Arbeitsplätze weiter wachsen, sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele der Deutschen Presse-Agentur.

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Die Arbeitsmarktforscher der BA prognostizierten für dieses Jahr im Vergleich zu 2018 rund 680 000 mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, sagte Scheele. Vor allem in Erziehungs- und Pflegeberufen, aber auch in der Logistik oder in Metallberufen sei der Bedarf weiterhin sehr hoch. Die schwache Konjunktur könnte nach seiner Ansicht drei bis vier Quartale anhalten, "vielleicht aber auch im vierten Quartal dieses Jahres schon wieder vorbei sein".

Der Commerzbank -Volkswirt Eckart Tuchtfeld ist skeptisch: "Konjunkturdelle - das hört sich für mich ein bisschen zu optimistisch an. Ich würde eher von einer markanten Abwärtsbewegung sprechen." Ähnlich sieht das Allianz-Ökonomin Katharina Utermöhl: "Eine Wachstumsdelle ist das nicht mehr, eher eine anhaltende Schwächephase", sagte sie. "Angesichts des verhaltenen Ausblicks für Welthandel und Automobilbranche sowie der anhaltenden erhöhten politischen Unsicherheit rund um Handel, Italien und Brexit ist in der zweiten Jahreshälfte 2019 bestenfalls mit einem Mini-Wachstum zu rechnen. Das Risiko einer Rezession ist mittlerweile recht hoch."

Wie verunsichert inzwischen viele Unternehmenschefs seien, zeige der sich eintrübende Ifo-Geschäftsklimaindex. Selbst kleinere Konflikte wie jüngst das Aufbringen britischer Tankschiffe an der Straße von Hormus schlagen nach Beobachtungen von Deutsche-Bank-Volkswirt Marc Schattenberg negativ auf die Unternehmensstimmung durch: "Sowas hat zwar keine direkte ökonomische Wirkung, trägt aber zusätzlich zur Eintrübung und Verunsicherung (in den Chefetagen) bei."


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