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Interview mit Stefan Weber Newron Pharmaceuticals: Parkinson-Mittel vor weiteren Zulassungs-Erfolgen

Gastautor: w:o Gastbeitrag
30.07.2019, 08:34  |  6527   |   

Newron Pharmaceuticals hat ein Mittel zur Bekämpfung von Parkinson auf dem Markt. Weitere  Wirkstoffkandidaten befinden sich in einer fortgeschrittenen Entwicklung. In Deutschland ist bisher aber kaum ein Investor auf das italienische Unternehmen mit deutschem Vorstandschef aufmerksam geworden. Das will CEO Stefan Weber ändern. Im Interview mit unserer Redaktion stellt er sein Unternehmen vor, spricht über eine millionenschwere Förderung durch die Europäische Investitionsbank und schaut auf die kommenden Studien.

Herr Weber, mancher kennt Sie eventuell noch als - unter anderem - ehemaligen CFO von Biofrontera. Was hat Sie 2005 bewogen, nach Italien zu Newron Pharmaceuticals zu gehen?

Weber: Neben der Herausforderung, eine Management-Position im Ausland zu übernehmen, sah ich die Chance, das vielversprechende Unternehmen in einer sehr spannenden Phase der Unternehmensentwicklung aktiv mitzugestalten. Gereizt haben mich insbesondere die eigenen wissenschaftlichen Ansätze, die die Grundlage für Newrons Medikamentenkandidaten bildeten. Dazu hatte die Gesellschaft ein engagiertes und erfahrenes Management-Team – deren Mitglieder übrigens, mit der Ausnahme des seinerzeitigen CEO, allesamt heute noch im exekutiven Management sind –, einen branchenerfahrenen Aufsichtsrat und erstklassige internationale Life Science Investoren. Wir haben seither erfolgreich Herausforderungen gemeistert und wesentliche Meilensteine erreicht. Dazu gehören der Gang an die Schweizer Börse im Jahr 2006, der mit einem Erlös von damals 74,3 Millionen Euro einer der drei weltweit erfolgreichsten Biotech-IPOs des Jahres war, und die erste Vermarktungszulassung im Jahr 2015.

14 Jahre später: Haben sich Ihre Erwartungen erfüllt?

Weber: Newron verfügte damals mit Safinamide bereits über einen klinischen Medikamentenkandidaten, den wir in den Folgejahren bis zur Marktreife entwickelt haben. Die Vermarktungszulassung dieses Parkinson-Medikaments in weiten Teilen der Welt erfolgte unter dem Produktnamen Xadago (Kanada: Onstryv). Parkinson-Patienten den ersten neuen chemischen Wirkstoff seit mehr als 10 Jahren zugänglich zu machen, stellt in meinen Augen jedenfalls den bisher wichtigsten Meilenstein des Unternehmens dar. Deutschland war 2015 übrigens das erste Land, in dem Xadago auf den Markt kam. Jetzt sind wir mit einem zweiten Produktkandidaten, Sarizotan zur Behandlung von Atmungsstörungen bei der seltenen Erkrankung Rett-Syndrom, wieder kurz vor dem Abschluss der globalen und zulassungsrelevanten Studie. Evenamide, neben Xadago ein weiterer Entwicklungskandidat aus der eigenen „Medikamentenküche“ Newrons, steht vor dem Beginn zulassungsrelevanter Studien in zwei Indikationen von Schizophrenie.

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