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ROUNDUP 2 Ausbau der Stromnetze kommt voran - aber nur langsam

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
14.08.2019, 14:57  |  307   |   |   

BERLIN/BONN (dpa-AFX) - Der Ausbau der Stromnetze im Zuge der Energiewende kommt voran - aber nur langsam. Von erforderlichen 7700 Kilometern im deutschen Übertragungsnetz sind aktuell 1100 Kilometer gebaut - vor einem Jahr waren es 950. Das teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Auch die vier Übertragungsnetzbetreiber sehen Fortschritte, mahnen aber schnellere Genehmigungsverfahren an.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur sind derzeit 1300 neue Stromleitungskilometer noch nicht im Genehmigungsverfahren. 4600 Kilometer sind in Genehmigungsverfahren - etwa in Raumordnungsverfahren. 700 Kilometer sind bereits genehmigt, aber noch nicht im Bau. "Es ist wichtig, dass die Planungs- und Genehmigungsverfahren weiterhin mit Nachdruck voran getrieben werden", sagte ein Sprecher der Behörde in Bonn. "Verzögerungen beim Netzausbau kosten die Stromverbraucher viel Geld und bergen Risiken für eine sichere Stromversorgung."

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Vor einem Jahr hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zum Auftakt einer "Netzausbaureise" in Bonn bei der Bundesnetzagentur einen Aktionsplan für einen schnelleren Ausbau der Stromnetze vorgelegt. Dieser sah etwa vor, Planungsverfahren zu verkürzen. Zudem sollen bestehende Stromnetze optimiert und höher ausgelastet werden.

Die Grünen-Energiepolitikerin Ingrid Nestle sagte, die Bundesregierung müsse die beschlossenen Handlungsschritte nun zügig umsetzen. Es gelte, keine Zeit zu verlieren. "Zentral für den Ausbau der Stromnetze ist außerdem, dass sich die Politik vor Ort bedingungslos für die notwendigen Stromtrassen einsetzt. Es kann nicht sein, dass Abgeordnete in Berlin Klimaschutz predigen und vor Ort dann die nötigen Trassenprojekte blockieren."

Bei der Energiewende sollen Energiequellen wie Kohle, Gas und Atomkraft von umweltfreundlicheren Energieträgern aus Sonne und Wind ersetzt werden. Bis 2022 soll das letzte Kernkraftwerk abgeschaltet sein, bis 2038 ist außerdem der Kohleausstieg geplant. Der Ökostrom-Anteil soll bis 2030 auf 65 Prozent steigen - im ersten Halbjahr lag der Beitrag zur Deckung des Stromverbrauchs nach Zahlen des Energieverbandes BDEW bei 44 Prozent des Stromverbrauchs. Allerdings sind diese Ziele in Gefahr, denn vor allem der Ausbau der Windkraft an Land ist fast zum Erliegen gekommen.

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