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Forex-Report Eurozone: Daten von sonnig bis stark bewölkt – Brexit - Trump

Gastautor: Folker Hellmeyer
14.08.2019, 11:19  |  345   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1150 (07:13 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1131 im US-Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 105.92. In der Folge notiert EUR-JPY bei 118.10. EUR-CHF oszilliert bei 1.0855.

Die Sehnsucht nach Stabilität bleibt in der Wirtschaft und an den Finanzmärkten ausgeprägt. Unsere gestern gezeigte Skepsis ob der Belastbarkeit des Narratives einer vermeintlichen Entspannung im Rahmen eines Olivenzweigs aus den USA war begründet. Aus den USA sind derzeit keine Olivenzweige verfügbar, dort sind eher Waffendeals angesagt. „Freundschaft“ wird in „Cash Flow“ gemessen. Boltons Einlassungen in London sollten die Ohren bei den Brexiteers klingeln lassen, die so laut tönen, Kontrolle über das UK zurück gewinnen zu wollen. Fakt ist, dass das Thema Risikoaversion die reale Weltwirtschaft und die Finanzmarktarena dominiert.

Der aus der Eurozone veröffentlichte Datenpotpourri lieferte sonnige und bewölkte Daten.

Aus den nationalen Datensätzen der Eurozone war bereits im Vorwege klar, dass die Industrie der Eurozone im konjunkturellen Tief dümpelt. Europas Industrie hängt stark am Investitionsgüterzyklus. Dieser Zyklus ist von der seit 18 Monaten zunehmenden Krisensituation ausgehend von den USA am schwersten betroffen. Als erste Maßnahme stellen Unternehmen Investitionspläne zurück. Man macht nur noch das Notwendigste im Rahmen von Ersatzinvestitionen, um handlungsfähig zu bleiben. Bei Reduktion der Risiken ergibt sich dann aber für Europas Industrie auch Aufholpotential analog zu dem Geschehen 2010.

Per Berichtsmonat Juni sank die Industrieproduktion im Monatsvergleich um 1,6% (Prognose -1,4% nach zuvor +0,8%. Im Jahresvergleich kam es zu einem Rückgang um 2,6% (Prognose -1,2%) nach zuvor -0,8%. So weit zu dem Thema „Bewölkt“!

Das BIP der Eurozone legte per 2. Quartal 2019 laut erster Schätzung im Quartalsvergleich um 0,2% zu (Prognose 0,2%) nach zuvor 0,2%. Im Jahresvergleich stellte sich der Anstieg auf 1,1% nach 1,1% (Prognose 1,1%).

Die Niederlande und Portugal reüssierten mit einem Wachstumsclip von 0,5%, während Deutschland mit -0,1% die rote Laterne auch dank des Ausbleibens Sinn stiftender Reformpolitik vor sich herträgt.

Der sonnige Datensatz erreicht uns vom Arbeitsmarkt der Eurozone. Hier wird der Erfolg Europas, der Erfolg der Reformpolitik und der Solidarität der Eurozone deutlich!

Im 2. Quartal nahm die Beschäftigung um 0,2% im Quartalsvergleich und um 1,1% im Jahresvergleich zu.

Niemals in der Geschichte der Eurozone zuvor gab es mehr Beschäftigte. Die Zahl stellte sich auf 159.930.000 nach zuvor 159.550.000. Hier werden wiederkehrende Einkommen geschaffen, die den Konsum nachhaltig und nicht wie in den USA durch Kredit unterfüttern. Schade, dass dieses Thema so wenig in der Öffentlichkeit steht!

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