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Forex-Report Ein bezeichnender Kommentar des Guardian von Simon Tisdall

Gastautor: Folker Hellmeyer
16.08.2019, 10:32  |  1266   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1100 (07:18 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1092 im US-Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 106.15. In der Folge notiert EUR-JPY bei 117.82. EUR-CHF oszilliert bei 1.0865.

An dieser Stelle verweise ich auf einen Kommentar des Guardian Kolumnisten Simon Tisdall, der eine breite Leserschaft verdient.

Dieser Kommentar ist von Bedeutung, da er sich nicht in Einzelheiten verliert, sondern Zusammenhänge und Abstraktion bietet, die unverzichtbar sind, um das für das UK und Europa gegebene Risikopotential der US-Politik bezüglich des Themas der Selbstbestimmung im UK und in Europa voll zu erschließen. Demokratie setzt Selbstbestimmung voraus – wie viel Willfährigkeit ist tolerierbar?

Der Titel des Kommentars lautet:

„John Bolton doesn‘t want a trade deal with the UK – he wants to colonise us“

Link:https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/aug/13/john-bolton-trad ...

Oberflächlichkeit in der Behandlung der dominanten Themen, ob politisch oder medial, politische Korrektheit nach den Mustern der Vergangenheit, eine weit verbreitete Usance im europäischen Diskurs mit den USA, und Desinteresse an der „Res Publica“ seitens der Öffentlichkeit sind die größten Risiken, denen wir in Europa ausgesetzt sind.

Das Risiko, dass europäische Politik auf dieser Basis den Interessen Dritter, aber nicht notwendig den eigenen Interessen gerecht wird, ist ausgeprägt.

Die Anfechtungen, denen Europa ausgesetzt ist, sollten ein Katalysator sein, dass Europa den Status der außenpolitischen Pubertät ablegt und erwachsen wird.

Ein integriertes Europa mit einer lauten Stimme (nicht einem disharmonischen Chor) in der Rolle des Mediators zwischen den Blöcken, der wie die Hanse den Handel für Wandel und kulturellen Austausch und damit Annäherung über Gemeinsamkeit einsetzt, um das Gut der internationalen Friedfertigkeit zu fördern, der auf  Regime-Change (=Aggression) auch aus kultureller Toleranz verzichtet, könnte einem vorschweben, könnte …

Nachdem der Begriff Friedfertigkeit gerade so locker aus der Feder floss, schweift der Blick auf eine wenig friedfertige Welt.

Der Konflikt in Hongkong schwelt und darf als explosiv bezeichnet werden. Das, was sich die USA an ausländischer Einmischung verbieten, wird seitens der USA gegenüber Dritten fleißig betrieben. Wir nehmen das zur Kenntnis.

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