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IBM vs. Oracle: Welche Aktie ist der bessere Kauf?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
16.08.2019, 11:00  |  1180   |   |   

Diese beiden sind einander in vielerlei Hinsicht ähnlich: IBM (WKN: 851399) und Oracle (WKN: 871460).

Beide Tech-Riesen haben durch ihre Legacy-Produkte mit langsamen Wachstumsraten zu kämpfen und versuchen, mit neuen Cloud-Services zu wachsen. Außerdem stehen beide in einem starken Wettbewerb mit Konkurrenten wie Amazon (WKN: 906866) und Microsoft (WKN: 870747), die schneller wachsen.

Doch in den vergangenen fünf Jahren ist die Aktie von IBM um mehr als 20 % gesunken, die Aktien von Oracle hingegen sind um über 40 % gestiegen. Warum? Und kann Oracle den Rivalen IBM auch in den kommenden Jahren überflügeln?

Ähnliche Probleme, ähnliche Lösungen

IBM machte unter dem ehemaligen CEO Sam Palmisano zwischen 2002 und 2011 einige große Fehler. Anstatt wachstumsstärkere Cloud-Service-Unternehmen zu erwerben, konzentrierte sich Palmisano auf den Verkauf von Geschäftseinheiten, Kostensenkungen und den Rückkauf von Aktien, um das EPS des Unternehmens zu steigern. Am Ende kam das Umsatzwachstum zum Stehen, da die Nachfrage nach Unternehmenssoftware, Hardware und IT-Services nachließ.

Ginni Rometty, der auf Palmisano folgte, hielt zunächst den gleichen Kurs. Doch dann begann sie, große Übernahmen zu tätigen, um das Cloud-Geschäft von IBM auszubauen. Dazu gehörten die Übernahme von SoftLayer im Jahr 2013 im Wert von 2 Mrd. US-Dollar und die Übernahme von Red Hat im Wert von 34 Mrd. US-Dollar Anfang dieses Jahre. Rometty hat auch Rückkäufe ausgesetzt, um Bargeld zu sparen.

Oracle saß im selben Boot wie IBM. Der Umsatz mit seinen On-Site-Datenbank- und Business-Softwareprodukten ging zurück, sodass das Unternehmen neue Cloud-Services einführte und weitere Unternehmen erwarb, darunter den Cloud-basierten ERP-Softwarehersteller NetSuite für 9,3 Mrd. US-Dollar im Jahr 2016 und den Cloud-basierten Bauprojektmanagementdienstleister Aconex für 1,2 Mrd. US-Dollar im Jahr 2017.

Doch Oracle unterschied sich in einem wesentlichen Punkt von IBM: IBM kaufte beim Ausbau der Cloud-Geschäfte weniger Aktien zurück, Oracle hingegen mehr. So sollten die Erträge gesteigert werden. Diese Strategie war umstritten, da sie mit einer Verlangsamung des Wachstums der Cloud-Services von Oracle einherging, die dann durch eine Änderung in den Berichten des Unternehmens verschleiert wurde. Denn die Umsätze von Legacy-Produkten und der Cloud wurden einfach zusammengefasst.

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