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Freie Fahrt ins Fiasko Warum Elektroautos so keine Zukunft haben / Nur Neutrinotechnologie kommt ohne Ladestationen aus / Forscher entwickeln das Auto Pi (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
18.08.2019, 12:45  |  706   |   |   
Berlin (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/bilder -

Von Klaus Wieland und Kerstin Heise

Deutschland wird fußballfeldgroße Tankstellen mit unzähligen
Ladestationen benötigen, sollte die Vision von Millionen Elektroautos
umgesetzt werden. Die heutigen Raststätten an den Autobahnen werden
nicht mehr ausreichen. Doch es gibt eine Alternative, die ohne
Ladestationen, ohne Reichweitenproblematik und ohne CO2-Ausstoß
auskommt. Das lange Warten beim Ladevorgang ist nach Überzeugung von
Prof. R. Strauss, Physiker und Wissenschaftlicher Beirat der Neutrino
Energy Group, einer der Hauptgründe dafür, dass sich Elektromobilität
bis heute nicht durchgesetzt hat.

Nicht nur die Aussicht auf riesige Anlagen mit Ladestationen
zeigt, wie wenig durchdacht die Pläne von Bundesregierung und
Automobilindustrie sind. Auch der "Autogipfel" vom vergangenen Juni
im Bundeskanzleramt war enttäuschend. Die Autoindustrie erhofft sich
von der Bundesregierung Unterstützung bei ihrer Transformation hin zu
Elektroautos, unter anderem für ein dichtes Netz an Ladesäulen.
Beschlossen wurde indes nur, einen "Masterplan" für den Aufbau der
Ladeinfrastruktur zu beschleunigen.

Auch die Zulassungszahlen hinken weit hinter den Erwartungen her.
Sie steigen zwar - nach jüngsten Zahlen der Bundesregierung wurden im
ersten Halbjahr dieses Jahres 31.059 Elektro-Pkw zugelassen - aber
der größte Anstieg betrifft leistungsstarke Pkws (mit mehr als 150
kW). Auf die Frage aus dem Bundestag nach den tatsächlichen
Reichweiten und Verbrauchswerten von E-Autos musste die
Bundesregierung einräumen, dass ihr noch keine Kenntnisse vorlägen.

Trotz Kaufprämien kaum Käufer

E-Autos sind in Deutschland nach wie vor selten. Deutsche
Autohersteller bieten inzwischen mehr als 30 E-Modelle an, finden
dafür aber kaum Käufer. Trotz Kaufprämien fahren derzeit in
Deutschland nur rund 400.000 E-Autos - bei einem Gesamtbestand von 47
Millionen Pkw. Bis 2030 könnten es 7 bis 10,5 Millionen E-Fahrzeuge
sein, rechnet Bernhard Mattes, Präsident des Verbands der
Automobilindustrie (VDA). Doch gibt es nur rund 20.000 Ladepunkte.

Nicht nur auf den Straßen fehlen Ladestationen, was die
Elektromobilität ins Fiasko führt. Auch im privaten Bereich und in
Arbeitsstätten, wo künftig die meisten E-Autos geladen werden sollen,
fehlen sie. Zwei Drittel der Deutschen wohnen in Mehrfamilienhäusern
ohne Möglichkeit, ein E-Auto aufzuladen. Nach einer ADAC-Befragung
gibt es in 96 Prozent dieser Tiefgaragen nicht einmal eine
gewöhnliche Steckdose. An diesem Mangel wird sich laut ADAC
mittelfristig nur wenig ändern. Erst Gesetzesänderungen im Miet- und
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