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Interview mit Tobias Börner, Gesellschafter von Shoepassion

Gastautor: Rainer Brosy
19.08.2019, 21:30  |  948   |   |   

Interview mit Tobias Börner

Das 2008 in Berlin gegründete Start-up SHOEPASSION nutzt zwar alle modernen Werkzeuge der digitalen Wirtschaft, unterscheidet sich aber von anderen Fashion-Unternehmen durch die bewusste und konsequente Rückbesinnung auf handwerkliche Traditionen. Gesellschafter und Unternehmenssprecher Tobias Börner teilt ebenfalls die Leidenschaft für hochwertiges und langlebiges Schuhwerk und sieht für die Grundidee hinter SHOEPASSION auch in Zukunft enormes Wachstumspotential.

 

Bild: Tobias Börner, Gesellschafter von Shoepassion. Quelle: Tobias Börner / Shoepassion

 

Herr Börner, SHOEPASSION ist mittlerweile sowohl im eCommerce- Bereich als auch offline aktiv und hat somit bereits vor Jahren die Strategie umgesetzt, die Amazon erst heute verwirklicht. Wie kam es zu der Entscheidung, auf beiden Märkten aktiv zu sein?

 

Diese – ursprünglich überhaupt nicht geplante – Offline-Präsenz entwickelte sich tatsächlich direkt aus einem Kundenbedürfnis. Im Laufe des Jahres 2012 fanden auf einmal immer mehr Kunden den Weg in unser Büro im Prenzlauer Berg und zeigten sich ein wenig enttäuscht, dort "nur" die Mitarbeiter und kein klassisches Ladengeschäft vorzufinden. Die Leidenschaft für handwerklich gefertigte rahmengenähte Schuhe trifft man eben sehr oft in Kombination mit dem Wunsch an, das dazugehörige Warenangebot nicht nur digital, sondern auch haptisch erleben zu können. Wir reagierten prompt und funktionierten einen kleinen Meetingraum in einem Showroom um, wo wir fortan nach Terminabsprache Kunden betreuten. Inzwischen unterhalten wir sorgfältig ausgestattete Ladengeschäfte in 10 Großstädten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, um unsere Idee auch offline angemessen präsentieren zu können.

 

Welchen Umsatz hat SHOEPASSION 2018 erzielt und wohin soll die Reise gehen?

 

2018 rechnen wir aller Voraussicht nach mit einem Umsatz von ca. 14 Millionen Euro. Angesichts des hervorragenden Feedbacks unserer Kunden, der steigenden Nachfrage und der Diversifizierung unseres Angebots erwarten wir zudem einen soliden Zuwachs in den kommenden Jahren. Uns geht es aber nicht um das reine Wachstum – wir waren schon zwei Jahre nach unserer Gründung profitabel – sondern auch darum, eine echte Alternative zu der sich immer weiter ausbreitenden Massenproduktion billig verklebter und extrem kurzlebiger "Fußmode" aus Fernost zu etablieren. Gute rahmengenähte Schuhe zu tragen, stellt – schon seit Jahrhunderten – ein Statement für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und eine Würdigung der investierten Handarbeit dar.

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