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USA kritisieren Freigabe des iranischen Tankers
Foto: Chris Boswell - 123rf Stockfoto

USA kritisieren Freigabe des iranischen Tankers

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
20.08.2019, 06:15  |  631   |   |   

WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - Die US-Regierung hat die Freigabe des vor Gibraltar festgesetzten iranischen Öltankers durch Großbritannien scharf kritisiert. "Es ist sehr bedauerlich, dass dieses Schiff freigegeben wurde", sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Montag (Ortszeit) im Nachrichtensender Fox News. Die durch den Verkauf des Öls erzielten Gewinne würden an die iranischen Eliteeinheiten zurückfließen, "die Terror und Zerstörung gesät und Amerikaner in der ganzen Welt getötet haben". Durch das Öl würden sie mehr Geld haben, um ihre Terrorkampagne fortzusetzen, auch ihre Mordkampagne in Europa. "Das ist es, was wir versuchen, zu stoppen."

In der Nacht zu Montag hatte der Tanker trotz US-Interventionen nach wochenlanger Festsetzung die Hoheitsgewässer Gibraltars verlassen können. Das Schiff nahm Kurs auf Griechenland, nachdem die Regierung des britischen Überseegebiets an der Südspitze der iberischen Halbinsel es abgelehnt hatte, der Anordnung eines US-Bundesgerichts auf Beschlagnahmung nachzukommen.

Der Supertanker war seit dem 4. Juli wegen des Verdachts auf Bruch von EU-Sanktionen gegen das Bürgerkriegsland Syrien vor Gibraltar festgehalten worden. Am Donnerstag entschied ein Gericht, dass die Voraussetzungen dafür nicht mehr vorliegen. Das Schiff wurde inzwischen von "Grace 1" zu "Adrian Darya-1" umbenannt und fährt nun auch offiziell unter iranischer Flagge. Mit der Freigabe des Tankers wächst die Hoffnung auf eine Deeskalation in einem seit Wochen schwelenden Streit - zumindest zwischen London und Teheran./hme/DP/stk

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"Der Supertanker war seit dem 4. Juli wegen des Verdachts auf Bruch von EU-Sanktionen gegen das Bürgerkriegsland Syrien vor Gibraltar festgehalten worden. Am Donnerstag entschied ein Gericht, dass die Voraussetzungen dafür nicht mehr vorliegen."

Das ist unwahr.

Das Gericht entschied, dass EU-Sanktionen internationalem Recht untergeordnet sind und die EU keinem Dritten verbieten kann, mit wem dieser Handel treibe.

Deshalb handelte es sich auch um keinen "Bruch von EU-Sanktionen", sondern einen Piratenakt.

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