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WDH/Klimaschutz in Gebäuden soll stärker gefördert werden

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
25.08.2019, 19:01  |  294   |   |   

(Im 7. Absatz wurde ergänzt, dass SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch sich bereits für Klima-Staatsanleihen ausgesprochen hat. im 9. Absatz wurde ein doppeltes «aufzugeben» gestrichen.)

BERLIN (dpa-AFX) - Besitzer älterer Häuser dürfen auf mehr Fördergeld vom Staat hoffen, wenn sie im Sinne des Klimaschutzes in neue Fenster, umweltfreundliche Heizungen oder eine bessere Dämmung investieren. Das Bundesbauministerium setzt darauf, das steuerlich zu fördern - auch wenn nicht das gesamte Haus saniert wird. "Eine umfassende energetische Sanierung bei einem Haus aus den 60er oder 70er Jahren - das sind Ausgaben, die wenige stemmen können, auch wenn das Gebäude gut in Stand gehalten wurde", sagte Staatssekretärin Anne Katrin Bohle (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Man könne aber schauen, wie geheizt oder das Wasser erwärmt werde, oder ob eine bessere Dämmung möglich sei.

Zur Finanzierung der verschiedenen Klimaschutzvorhaben schlägt die CSU vor, eine staatliche Anleihe mit zwei Prozent Zinsen für Sparer auszugeben. Die CDU fordert zudem eine Abwrackprämie für alte Ölheizungen. Unionsfraktionsvize Andreas Jung (CDU) ist für eine "Umweltprämie" von mehreren Tausend Euro, wenn Hausbesitzer auf eine klimafreundlichere Heizung umsteigen. Das sogenannte Klimakabinett der Bundesregierung will am 20. September ein Maßnahmenpaket beschließen.

Bohle sagte: "Wir sollten die energetische Sanierung von Teilelementen steuerlich fördern." Die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung ist seit vielen Jahren im Gespräch und steht bereits im Koalitionsvertrag von Union und SPD. "Das muss so einfach gemacht werden wie nur möglich", forderte die Staatssekretärin. Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten seien "enorm attraktiv", wenn sie nicht zu bürokratisch seien.

Das Bauministerium von Horst Seehofer (CSU) rechnet mit "mindestens" einer Milliarde Steuereinnahmen weniger, wenn die Sanierungen für mehr Klimaschutz abgeschrieben werden können. Das dürfte Teil des Maßnahmenpakets werden, das das Klimakabinett beschließen will.

Der Gebäudebereich steht im Klimakabinett besonders im Fokus. Aus diesem Sektor stammten im vergangenen Jahr nach vorläufigen Angaben des Umweltbundesamts 117 Millionen von insgesamt 866 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent - in diese Einheit werden Treibhausgase oft umgerechnet, da Kohlendioxid (CO2) den größten Anteil hat. Gebäude hatten damit einen Anteil von 13,5 Prozent am deutschen Treibhausgas-Ausstoß. Bis 2030 soll der Ausstoß auf 72 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent sinken.

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