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Wirtschaft / Finanzen JSR-Wochenrückblick KW 34-2019

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Gastautor: Jörg Schulte
26.08.2019, 03:33  |  5960   |   

Am US-Bondmarkt stieg die Rendite der zweijährigen Bonds jüngst erstmals seit der Finanzkrise, die im Jahr 2007 begann, zeitweise über diejenigen der zehn jährigen Staatsanleihen. Wie wir wissen, rentieren länger laufende Anleihen im normalen Zyklus immer höher als kürzer laufende.

 

Der DAX notierte zum Ende der Handelswoche in etwa auf dem Niveau der Vorwoche und der Dow Jones verlor etwa 1 %. Damit fallen die US-Märkte die fünfte Woche in Folge.

 

Als Grund für die anhaltenden Kursverluste wird die inverse Zinskurve angeführt. Am US-Bondmarkt stieg die Rendite der zweijährigen Bonds jüngst erstmals seit der Finanzkrise, die im Jahr 2007 begann, zeitweise über diejenigen der zehn jährigen Staatsanleihen. Wie wir wissen, rentieren länger laufende Anleihen im normalen Zyklus immer höher als kürzer laufende. In den vergangenen rund 50 Jahren hat eine inverse Zinsstrukturkurve mit einer Trefferquote von 78 % eine Rezession vorhergesagt, die dann ein bis zwei Jahre später eintrat. Dann ist aus Anlegersicht die Fed gefragt, die der nachlassenden Konjunktur über einen längeren Zeitraum mit niedrigeren Leitzinsen unter die Arme greifen muss.

 

Zu den weiteren beherrschenden Börsenthemen gehören nach wie vor die geopolitischen Unwägbarkeiten wie Unruhen am nicht unbedeutenden Wirtschaftsstandort Hongkong, Vorwahlen in Argentinien und nicht zu vergessen der verschärfte US-Handelskonflikt mit China. Da nicht mit einer baldigen Lösung der globalen Probleme gerechnet wird, haben die Analysten von Goldman die Wachstumsprognose für die USA für das vierte Quartal bereits um 0,2 % auf 1,8 % gesenkt. Derweil wettert Trump weiter gegen die Fed und stellte jüngst in einem Tweet auf Twitter die Frage, wer eigentlich der größere Feind der USA sei: China oder die Fed?

 

Negative Renditen sind sowohl für die Anleihenmärkte als auch für die Aktienmärkte ein Problem, da Anleger keine, auch nur annähernd passable Renditen erwirtschaften können, trotz des immer höherkletterns der Laufzeitkurve. Daraus resultiert natürlich auch ein erhöhtes Laufzeit- und Emittentenrisiko. Für Aktienanleger hingegen signalisieren negative Renditen eine evtl. bevorstehende Rezession.

 

Auch in Deutschland flacht die Zinsstrukturkurve immer weiter ab. Zehnjährige Bundesanleihen sind zuletzt auf ein Rekordtief von -0,727 % gefallen. Auch die 30-jährigen stehen unter Druck und haben mit -0,313 % ebenfalls einen Tiefpunkt markiert. Die Renditedifferenz zwischen den zwei- und zehnjährigen Bundesanleihen liegt ebenfalls gerade mal bei 20 Basispunkten, was eine Inversion andeutet.

 

Diese doch sehr undurchsichtige Gemengelage tut dem Goldpreis gut. Die Marke von 1.500,- USD je Unze konnte bislang erfolgreich verteidigt werden, womit sich das Edelmetall weiterhin im Bereich der 6-Jahres-Hochs hält.

 

Nach den Turbulenzen der letzten Wochen sei laut Marktbeobachtern einiges Kapital von den Aktienmärkten in den Goldmarkt geflossen. Das derzeit kein Kapital aus dem Goldmarkt abgezogen würde sei ihrer Meinung nach ein Beleg für die Nachhaltigkeit des Aufschwungs. An einen weiter steigenden Goldpreis glauben auch die Analysten der Schweizer Großbank UBS, die in den kommenden 18 Monaten ein Aufwärtspotenzial von mehr als 10 % erwartet. Damit scheint ein Goldpreis von 1.650,- USD in den kommenden 1,5 Jahren für die Marktexperten ausgemachte Sache zu sein.

 

Für die Analysten der HSBC Bank sind vor allem die globalen Notenbanken die Stützen für den Goldpreis. Hätten diese doch im vergangenen Jahr mit rund 652 Tonnen so viel Gold aufgenommen wie seit 50 Jahren nicht mehr! Auch in dem ersten Halbjahr des laufenden Jahres wären Rekordniveaus bei den Käufen zu verzeichnen gewesen. Noch deutlich höheres Potenzial können sich Marktexperten beim kleinen Bruder des goldes Silber vorstellen, deren erstes Kursziel sie bei rund 20,- USD je Unze ansiedeln.

 

Gute Nachrichten gab es wieder von den Unternehmen, über die wir regelmäßig berichten. Die aus Redaktionssicht interessantesten Nachrichten finden Sie hier:

 

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Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

 

 

 

 

 

 

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Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien, noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wider und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier - https://www.js-research.de/disclaimer-agb/-. Bitte beachten Sie auch, falls vorhanden, die englische Originalmeldung.

 

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