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Baumot Group: Allein in einem großen Markt

Nachrichtenquelle: Aktien Global
26.08.2019, 15:35  |  667   |   |   

Nach der Erteilung der Zulassung für das Nachrüstsystem der Baumot Group AG für 61 Volkswagen-Modelle biete sich dem Unternehmen nach Einschätzung von SMC-Research die Chance auf eine sehr große Sonderkonjunktur. Als besonderen Pluspunkt verweist der SMC-Analyst Adam Jakubowski auf die Tatsache, dass für die Nachrüstung von PKW aus dem Volkswagenkonzern Baumot derzeit der einzige Anbieter mit einem zugelassenen Produkt ist.

Baumot Group habe schwierige Jahre hinter sich. Im Zuge des Dieselskandals habe nicht nur der mit Abstand umsatzstärkste Teilkonzern Insolvenz anmelden müssen, sondern auch dem zuvor mit hohem Aufwand  betriebenen Aufbau des OEM-Geschäfts sei weitgehend die Grundlage entzogen, weil zahlreiche Fahrzeug-  und Motorhersteller die Dieseltechnologie nun deutlich skeptischer ein-schätzten. Darüber hinaus sei das noch 2017 lebhafte OEM-Geschäft im Iran durch die neuen Sanktionen abrupt beendet worden.

Gleichzeitig seien der Dieselskandal und die anhaltende Luftverschmutzungsproblematik in zahlreichen deutschen Städten aber auch dafür verantwortlich, dass Baumot möglichweise vor einer rasanten Wachstumsphase stehe. Denn die SCR-Nachrüstung von älteren Dieselfahrzeugen könnte dem kleinen Kreis der Nachrüstungsspezialisten sehr hohe Umsätze bescheren, so SMC-Research.

Um dieses Potenzial zu erschließen, habe Baumot in den letzten Jahren seine Entwicklungsaktivtäten intensiviert und dafür auch hohe Kosten in Kauf genommen. Als bisherige Krönung dieser Anstrengungen habe das KBA Mitte August das B-NOx-System von Baumot für die Nachrüstung von 61 Modellen des Volkswagenkonzerns zugelassen. Allein durch diese Zulassung, der zeitnah weitere (vor allem für Mercedes-Modelle) folgen sollen, erschließe sich für Baumot ein hohes Umsatzpotenzial, das das Unternehmen auf rund 170 Mio. Euro bis 2022 schätze. Um dieses Potenzial zu nutzen, solle bald mit der Produktion und der Auslieferung der Systeme begonnen werden, womit die hohen Vorleistungen der letzten Jahre schon im zweiten Halbjahr beginnen würden, sich in Form von steigenden Umsätzen auszuzahlen.

Zusammen mit der im Gegensatz zu den letzten Jahren hohen Dynamik in anderen Bereichen wie der SCR-Nachrüstung von Bussen und der DPF-Nachrüstung von Nutzfahrzeugen in Italien und Israel verfüge Baumot aktuell über gute Perspektiven und dürfte laut SMC-Research dieses und nächstes Jahr deutlich wachsen und spätestens 2020 in die Gewinnzone zurückkehren.

Diese aufgehellten Perspektiven haben die Analysten in ihren Schätzungen abgebildet und auf dieser Basis einen fairen Wert von 3,10 Euro je Aktie ermittelt. Allerdings hänge dieser Wert maßgeblich von der erfolgreichen Umsetzung der PKW-Nachrüstung ab, für die wiederum Baumot noch Finanzierungsmittel benötige. Darüber hinaus unterstelle das Modell, dass es Baumot gelingen werde, auch nach dem Ende der Verbrennerära ein Basisgeschäft von 15 Mio. Euro pro Jahr zu generieren. Aus der Abwägung der Chancen und Risiken vergeben die Analysten zur Wiederaufnahme ihrer Coverage (die anlässlich der Kontec-Insolvenz ausgesetzt worden sei) nun das Urteil „Speculative Buy“.

(Quelle: Aktien-Global-Researchguide, 26.08.19, 15:35 Uhr)

 

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Hinweise nach Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958

Die dieser Zusammenfassung zugrundeliegende Finanzanalyse wurde am 26.08.2019 um 14:50 Uhr fertiggestellt und am 26.08.19 um 15:20 Uhr von sc-consult GmbH (SMC-Research) erstmals veröffentlicht.

Sie kann unter der folgenden Adresse eingesehen werden: http://www.smc-research.com/wp-content/uploads/2019/08/2019-08-26-SMC-Studie-Baumot-Group_frei.pdf

Die mit dem Ausgangsdokument verbundene Offenlegung der Interessenkonflikte findet sich im Anhang / Disclaimer des Dokuments.

 

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