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Interview Baumot: Mit Volkswagen „genau ins Schwarze getroffen”

Gastautor: w:o Gastbeitrag
28.08.2019, 09:39  |  5031   |   

Schon rund 12.000 Halter von VW-Dieselfahrzeugen haben sich für die Förderung zur Nachrüstung ihrer PKW bei dem norddeutschen Autobauer registrieren lassen, verrät Baumot-Chef Marcus Hausser im Interview mit unserer Redaktion. Nach der Zulassung des BNOx-Systems durch das Kraftfahrtbundesamt wittert die Gesellschaft aus Königswinter bei Bonn ein großes Geschäft. „Alleine die mit der ersten Zulassung adressierten VW-Fahrzeuge bieten uns Umsatzpotenzial im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich”, so Hausser, der in dem Gespräch Einblicke in die weiteren Pläne des Unternehmens gewährt. So will Baumot im nächsten Schritt Daimler-PKW in den Fokus nehmen.

Das Kraftfahrtbundesamt hat Baumots BNOx-System für insgesamt 61 Modelle von Marken des VW-Konzerns zugelassen. Was denken Sie, wann wird das erste Auto mit dem BNOx-System in Deutschland über die Straßen fahren?

Hausser: Das ist bereits heute der Fall. Am 23. August 2019 wurde erstmalig unser BNOx-System in den Fahrzeugschein eines Volkswagens eingetragen. Es handelt sich hier um einen VW Passat. Der PKW ist das erste offiziell nachgerüstete VW-Fahrzeug, das ohne Sondergenehmigung zum Straßenverkehr zugelassen wurde und damit von Fahrverboten ausgenommen ist. Die ersten BNOx-Seriensysteme werden wir voraussichtlich noch im Oktober ausliefern, eine flächendeckende Nachrüstung erwarten wir dann entsprechend beginnend mit dem vierten Quartal.

Bisher beschränkt sich die Zulassung ja auf diverse Fahrzeuge des VW-Konzerns. Haben Sie bereits weitere konkrete Anträge für weitere VW-Fahrzeuge und Modelle anderer Hersteller beim Kraftfahrtbundesamt gestellt, oder wann sollen weitere gestellt werden?

Hausser: Alleine die mit der ersten Zulassung adressierten VW-Fahrzeuge bieten uns Umsatzpotenzial im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Wir werden allerdings auch noch kurzfristig einen Antrag zur Erteilung der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) für Euro5-Diesel des Daimler-Konzerns stellen. Schon in dieser Woche wird eine nachgerüstete Mercedes E-Klasse die notwendigen Tests durchlaufen. Das wird schätzungsweise anderthalb bis zwei Wochen gehen. Danach kann dann der Antrag beim KBA für die Daimler Fahrzeugtypen gestellt werden. Auch hier verfolgen wir wieder die gleiche Strategie wie bei den VW-Fahrzeugen. Zur beantragten Prüffamilie zählen neben der Mercedes E-Klasse auch die Mercedes C-Klasse und der Mercedes GLK sowie Fahrzeuge der Front-Quer Plattform wie die Mercedes A-Klasse und die Mercedes B-Klasse.

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