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Unwetter an Europas Börsen? Weltgrößter Staatsfonds schichtet um: Europäische Aktien auf der Abschussliste

28.08.2019, 15:07  |  11808   |   |   

Weniger Old Economy mehr New Economy wagen: Am Dienstag sagte Egil Matsen, stellvertretender Gouverneur der norwegischen Zentralbank, der für den größten Staatsfonds verantwortlich ist, dass das Portfolio bei Aktien umgeschichtet werden soll: weniger europäische dafür mehr US-Aktien.

"Wir alle können sehen, dass die Rendite in Nordamerika in den letzten Jahren besser war als im Rest der Welt", so Egil Matsen gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters". Zukünftig soll der Fonds mehr in Aktien von US-Unternehmen investieren, um höhere Renditen zu erzielen.

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Der nun gemachte Vorschlag basiert auf einer Anfrage aus dem Jahr 2018 des norwegischen Finanzministeriums. Der Fonds sollte die seit 2012 geltende Gewichtung überprüfen. Eine finale Entscheidung wird für Frühjahr 2020 erwartet und die Umsetzung würde sukzessive erfolgen.

Ein klares Statement

Zur finanzpolitischen Einordnung dieser Richtungsänderung macht der Wirtschaftsjournalist Gabor Steingart in seinem "Morning Briefing" folgendes Bild auf: "Der norwegische Staatsfonds ist der Sturmvogel, der vor dem heraufziehenden Unwetter warnt". In seinen Augen fällt Europa abermals zurück, denn mit dem Vorstoß der Notenbank zeige sich die "toxische Kombination" Europas - bestehend aus Wachstumsverlangsamung, Innovationsschwäche und politischer Ambitionslosigkeit, so Steingart.

Laut Steingart schauen internationale Investoren auf die Strategie des norwegischen Staatsfonds, weshalb es zu einem Unwetter an den Märkten kommen könnte. Für Branchenbeobachter und führende Strategen ist die Bilanz des Staatsfonds durchaus eine Leitmarke: Der weltweit größte Staatsfonds erzielte 2017 eine Rendite von 13,7 Prozent.

Wo steigt der Staatsfonds aus?

Der Staatsfonds hatte bisher europäischen Aktien eine höhere Gewichtung verliehen. Aktien aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland waren mit jeweils 9,25 Prozent, 5,2 Prozent und 4,86 Prozent dabei. Der deutlichste Rückgang würde bei britischen Aktien erfolgen, wo der Anteil bei etwa fünf Prozent liegt. Frankreich und Deutschland lägen zukünftig bei 2,92 Prozent bzw. 2,74 Prozent.

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5 Kommentare

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Kommentare

LOL.
Fonds, auch Staatsfonds, heißt erst Mal sparen.
Nach Jahren Exportweltmeisterschaft und Rekordsteuereinnahmen sind jedoch in dem alternativlosen Land schon wieder gleich mehrere neue Abgaben und Steuern in der Diskussion.

Weil wir so schlecht für die Welt sind natürlich, nicht weil die Politiker nicht mit Geld umgehen können.

Jetzt sogar Rezessionsängste trotzdem wir quasi über 1 Mio überwiegend junge, arbeitswillige neue Fachkräfte und noch mehr Konsumenten geschenkt bekommen haben. China wächst hingegen trotz harten Handelskriegs mit den USA um immer noch etwa 6%. Ist aber auch ne sch* Monokultur verglichen mit der bunten reichen BRD, in der es offenbar Tafeln, Mietpreisbremse und bald sogar Mietdeckel braucht, um Grundbedürfnisse sicherzustellen. OK, dafür retten wir die Welt. Kostet halt. Und gibt ein gutes Gefühl. Gewissen Reichen.
demnächst den Verkaufsstecker ziehen und dann die "Alternativlosigkeit der Aktienanlage" der Genossin für Agitation und Propaganda in sich zusammenbricht.Und dann ist Schluss mit:In einem Land in dem wir gut und gerne Leben.
Nicht die Vergangenheit ist das ausschlagebende,sondern die Zukunft.Mit der negativen Beurteilung europäischer Aktien gehe ich konform.Die Fokussierung auf amerikanische,kann ich allerdings nicht nachvollziehen.Ich vermute vielmehr,dass die wenigen Dickschiffe(Fonds mit beinahe 1 Billion anlagesumme)
Sollte es ein Problem sein, für deutsche AG, weil der Staat einfluss nehmen könnte, dann soll er in ausländischen Werten einsteigen.
Und so handeln , wie die klugen Norweger.
Was soll daran falsch sein.
So kommt auch Geld für unsere Rente zusammen.
Es kann doch nicht sein, wir zählen zu den reichsten Ländern der Welt und wenn wir Rentner sind, ab da geht es uns viel schlechter.
Ich habe das Gefühl, dass unser Staat , es nicht möchte, dass wir Geld haben.
Wenn wir Rentner sind.
Und wenn ich spare in Aktien, dann bedient sich unser Staat auf unsere Gewinne.
Früher war die haltezeit 6 Monate auf Aktien. Dann 1 Jahr und dann kam Schroeder, unser Sozialdemokrat.
Er hat für sich selber alles richtig gemacht.
Glückwunsch , mein Kanzler.
Ich gönne dir deinen wohlverdienten Ruhestand und arbeit in der Rentenzeit.
Meine persönliche Meinung, Kohl hätte sich das nicht getraut.
Was die SPD mit den Grünen gemacht haben.
Natürlich würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen!!😂🤣😂🤔
Mir geht es nicht um Neid oder sozial Neid.
Mir geht es um Gerechtigkeit.
Mir geht es auch nicht um die Argumentation, in der freien Wirtschaft verdient man mehr Geld.
Liebe Politiker, ihr verdient nach der Politik euer Geld.
Vorher habt ihr ein gutes Auskommen.
Politik ist ein Oder kann ein Sprungbrett sein, in die freie Wirtschaft .
Und Ausnahmen bestätigen die Regeln.

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