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Kleinanleger betroffen Aktiensteuer-Irrsinn: „Es ist Zeit, sich zu wehren“

03.09.2019, 12:13  |  13389   |   |   

Nullzinsen, Minuszinsen und bald eine Aktiensteuer aus dem Haus Scholz könnten Anleger stärker belasten als bislang erwartet. Nun wehrt sich der größte Anlegerschützer Deutschlands, die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapiere (DSW), und stellt in Aussicht, falls notwendig, eine Klage gegen die Scholz-Pläne einzureichen.

Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), sagte der Welt am Sonntag: „Es ist Zeit, sich zu wehren.“ In einem offenen Brief an Scholz kritisiert Tüngler die geplante Aktiensteuer, und dass Anleger von der teilweisen Abschaffung des Solidaritätszuschlag ausgenommen sein sollen. Beides würde sich nachteilig auf die finanzielle Situation normaler Sparer auswirken. Tüngler vertritt die These, dass die bisherigen Planungen jegliche Eigeninitiative der Bürger zur Altersvorsorge im Keim ersticken würde.

Erneute Kritik kommt auch von der Oppositionsbank. Otto Fricke, Finanzexperte der FDP, hat laut Welt gesagt: „Wer privat vorsorgt, wird steuerlich bestraft.“ Und weiter führt Fricke aus: „Eine Nation, die erkennbar ein Demographieproblem hat, von der Globalisierung profitiert, sollte eine Stärkung der Altersvorsorge über Kapitalbeteiligung fördern und nicht bestrafen.“

Laut NOZ bezeichnete der Finanzpolitische Sprecher der FDP, Frank Schäffler, die Aktiensteuer als einen „Schlag ins Gesicht der Kleinaktionäre.“ Er fordert einen „Aufbruch für die Aktienkultur“ und plädiert dafür, dass Aktiengewinne nach fünf Jahre steuerfrei gestellt werden sollten.

Als eine Art „zahnlosen Tiger“ sieht Gerhard Schick, Begründer der „Bürgerbewegung Finanzwende“ die Aktiensteuer, denn ein solches Gesetz würde den risikoreichen Hochfrequenzhandel nicht eindämmen, da kurzfristige Handelsaktivitäten ausgenommen seien. Schick bestätigt, dass eine Aktiensteuer in der aktuellen Form den Kleinanleger belasten würde, während Profi-Trader sie „leicht umgehen können.“

Vor dem Hintergrund, dass die EZB am 12. September den negativen Einlagenzins absenken könnte, Banken die Strafzinsen an die Kunden in Form von Gebühren weitergeben und die Aktiensteuer eines der wichtigsten Themen für Olaf Scholz ist, kommt Börsenexpertin Jessica Schwarzer in ihrem Onvista-Beitrag zu dem Urteil: „In Zeiten von Strafzinsen sollten auch die konservativen Sparer endlich umdenken. Und Olaf Scholz sollte das auch tun!“ Und weiter führt Schwarzer aus: „Egal, ob Aktiensteuer oder steuerliche Behandlung der Sparer – unser Bundesfinanzminister macht den Deutschen den langfristigen Vermögensaufbau nicht einfach. Im Gegenteil.“

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7 Kommentare

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Kommentare

Ja gwedolinyy

Habe 777 € in den ersten 5 Minuten gemacht!!!
Du bist ein Genie!

Und bin sofort für 1€ Roller quer durch die Stadt gefahren !

Wunderschönnnn
Der kleine Mann der durch Negativzinsen gezwungen wird mehr und mehr mit Aktien für die Rente vorzusorgen, wird bestraft.

Die "Großen" welche mit Millionen Immobiliendeals Gelder verschieben sind nach 10 Jahren Haltedauer steuerfrei, aber der kleine Aktiensparer soll immer schön brav die Abgeltungssteuer + Soli, der interessanterweise hier nicht abgeschafft wird, bezahlen.

Apropos Steuern @Dividenden. Die Unternehmen bezahlen auf den Bruttogewinn die Steuern, aus dem Nettogewinn der bereits versteuert ist, werden die Dividenden bezahlt, diese sollen dann nochmals besteuert werden???? Das ist in meinen Augen eine illegale Doppelbesteuerung.

Im Vergleich @Zinsen Die Unternehmen setzen Schulden steuermindernd ab und müssen dafür nicht so viele Steuern zahlen. Diese werden mit der gleichen prozentualen Steuer belastet wie Dividenden. Jetzt wirds aber hinten höher als vorne......

Herr Scholz helfen sie den kleinen Leuten bei der Altersvorsorge und das geht in diesen Negativzinszeiten nur mit Aktien. Machen sie dieses Pflänzen, was sich da bildet nicht kaputt, sondern im Gegenteil fördern sie es und wenn dies bedeutet nur die Ungerechtigkeit gegenüber anderen Anlageklassen zu beseitigen. Das wäre schon ein großer Fortschritt.

Dear Mr. Scholz, lassen sie den kleinen Leuten ihre Altersversorgung.......


Gruß
Stefan

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