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     1371  0 Kommentare Wie BMW und Daimler ihre Niederlage gegen Tesla selbst besiegeln

    Die Elektromobilität wird in der Autobranche vieles auf den Kopf stellen, jahrzehntelang sicher geglaubte Marktpositionen stehen mit einem Mal auf der Kippe. In diesem Kontext wären deutsche Hersteller, allen voran BMW (WKN: 519000) und Daimler (WKN: 710000), gut beraten, all das in den letzten Jahren verdiente Geld sinnvoll zu investieren, um sich die Spitzenposition zu sichern.

    Doch es passiert das Gegenteil: BMW und Daimler haben im Duell mit dem kalifornischen Neuling Tesla (WKN: A1CX3T) ihren so sicher geglaubten Vorsprung schon lange verloren – und sie scheinen kein Gegenrezept zu finden.

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    „Führende Technologie? Brauchen wir nicht“

    Die Zwischenüberschrift ist frei erfunden und keine Äußerung aus dem Management von BMW oder Daimler – aber sie könnte es fast sein. Beide Konzerne unternehmen keine Schritte, um Teslas Vorsprung hinsichtlich Effizienz und Sicherheit seiner Fahrzeuge einzuholen. An dieser Stelle ist Volkswagen  (WKN: 766403) zu loben – die Wolfsburger entwickeln seit 2015 ihre eigene Elektroplattform, den MEB.

    BMW hat dagegen einen Schritt in die umgekehrte Richtung gemacht und verwendet für den Mini Cooper SE eine Verbrennerplattform; der Mercedes EQC läuft zusammen mit dem GLC vom Band. Das klingt im ersten Moment effizient, ist aber ein fauler Kompromiss: Das derzeit beste Elektroauto auf dem Markt, das Model 3 von Tesla, ist nicht ohne Grund das Ergebnis jahrelanger Forschung und Entwicklung. Das ist Arbeit, die auch BMW und Daimler werden leisten müssen, wenn sie nicht völlig abgehängt werden wollen.

    Der fehlende Gestaltungswille in Sachen E-Autos bei manchen etablierten Konzernen dürfte auch für junge, talentierte Ingenieure, die im Bereich E-Autos etwas bewegen wollen, eher abstoßend wirken. So verlieren BMW und Daimler ihre wichtigste Ressource – qualifiziertes Personal – an die Konkurrenz.

    Bei Batterien sieht es ähnlich aus

    Auch hinsichtlich der Batterien verlieren BMW und Daimler den Anschluss: Tesla übernahm im Frühjahr das Batterieunternehmen Maxwell Technologies. Die Übernahme dürfte das Unternehmen langfristig in die Lage versetzen, eine eigene Batterieproduktion aufzubauen. Zudem sollten die revolutionären Technologien von Maxwell die Energiedichte der Batterien langfristig wesentlich verbessern, was große Kosteneinsparungen für Tesla bedeuten könnte.

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