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Die Mobilitätswende kommt - aber sie braucht neue Ansätze / Oliver Wyman-Umfrage zu Smart Mobility Services (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
07.09.2019, 13:30  |  483   |   |   
München/Frankfurt (ots) -

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
abrufbar unter http://www.presseportal.de/bilder -

Der innerstädtische Fuhrpark wird immer bunter, doch E-Roller,
Ridesharing & Co. stoßen in Deutschland bisher noch auf mangelnde
Akzeptanz und ersetzen auch in Großstädten noch nicht das Privatauto.
Eine Umfrage der Strategieberatung Oliver Wyman belegt Zurückhaltung
und geringe Zahlungsbereitschaft der potenziellen Kundschaft. Für
Autohersteller bieten sich dennoch Chancen: Sie können die
Übergangszeit nutzen, um sich weiter zu Mobilitätsanbietern zu
transformieren, neue Flottenmanagement-Kompetenzen aufzubauen und ihr
Produkt auf den Kunden der Zukunft auszurichten. Denn auch wenn der
Mobilitätswandel langsamer kommt als gedacht, bleibt er
alternativlos.

Schwärme von E-Rollern flitzen durch Deutschlands Großstädte.
Digital gestützte Systeme für Zweiräder, Taxis, Autos und Kleinbusse
drängen auf den Markt - die Geschäftsideen reichen von Rent über
Share bis Ride-Hailing, also von Mieten über Teilen bis zum
Mitfahren.

Angebotsseitig ist die Mobilitätswende schon da. Doch eine
aktuelle Befragung der Strategieberatung Oliver Wyman unter 1.000
Bundesbürgern zeigt, dass die Deutschen noch zögerlich sind: 78
Prozent der Befragten nutzen aktuell keinen der neuen
Mobilitätsdienste, 63 Prozent sind nicht bereit, das eigene Auto
vollständig durch Smart Mobility Services zu ersetzen. Sogar in
Großstädten mit mindestens 500.000 Einwohnern stehen 80 Prozent
kompromisslos zum eigenen Auto. "Eine belastbare Alternative zum
Individualverkehr stellen die neuen Mobilitätsdienste heute noch
nicht dar", sagt Joachim Deinlein, Partner bei Oliver Wyman. "Auch in
Großstädten ersetzen sie nicht das private Auto, sondern sorgen
vorerst nur für einen größeren Fuhrpark - ohne spürbaren
Entlastungseffekt."

Preis, Verfügbarkeit und Komfort als größte Hemmnisse

Als Hemmnisse erweisen sich aus Konsumentensicht vor allem drei
Faktoren: der als hoch empfundene Preis, die mangelnde Verfügbarkeit
sowie Komfortdefizite. 16 Prozent der potenziellen Kunden geben zu
hohe Kosten der neuen Mobilitätsdienste als Grund für ihre Ablehnung
an. 21 Prozent bemängeln, dass die Dienste den persönlichen
Transportbedarf nicht ausreichend abdecken. Ebenfalls 21 Prozent
empfinden die Flexibilität und den gebotenen Komfort als nicht hoch
genug.

Scheitert die neue Mobilität an mangelnder Akzeptanz? Auch wenn
die Anbieter heute nicht profitabel sind, müssen und werden sie
weiter an neuen Lösungen arbeiten, sagt Deinlein. "Der weltweite
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