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MONTE CARLO/MUNICH RE IM FOKUS Standfest im Sturm

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
09.09.2019, 08:35  |  484   |   |   

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Zwischen Sturmschäden und Dauer-Zinstief hält sich der weltgrößte Rückversicherer Munich Re wacker. Auch als Hurrikan "Dorian" noch weitaus größere Zerstörungen befürchten ließ, als er sie letztlich brachte, geriet die Aktie des Dax-Konzerns kaum ins Wanken. Doch der Rückversicherer muss noch an anderen Stellen schrauben, um sein Geschäft für die Zukunft wasserfest zu machen. Was los ist beim Unternehmen, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

DAS IST LOS BEIM UNTERNEHMEN:

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Die Bedingungen für Rückversicherer sind seit Jahren nicht rosig - auch wenn die Unternehmen auf fetten Kapitalpolstern sitzen. Die Niedrigzinsen, ein Preiskampf im Kerngeschäft und die Digitalisierung machen den Unternehmen zu schaffen. Doch zumindest beim Prämienniveau zeichnet sich eine weitere Erholung ab.

Das liegt aber weniger an "Dorian". Denn der Wirbelsturm hat in den vergangenen Tagen vor allem auf den Bahamas getobt. Die Ostküste der USA mit weitaus höheren versicherten Werten streifte er nur. Munich-Re-Vorstand Torsten Jeworrek rechnet damit, dass die Schäden die Versicherungsbranche grob geschätzt rund fünf Milliarden Dollar kosten. Hurrikan "Irma" im Jahr 2017 hatte bei Erst- und Rückversicherern mit 33 Milliarden Dollar zu Buche geschlagen.

Seit Samstag sprechen Rückversicherer wie Munich Re, Swiss Re und Hannover Rück in Monte Carlo wie jedes Jahr mit ihren Kunden - Erstversicherern wie Allianz und Axa über die Preise und Bedingungen für die Vertragserneuerung zum bevorstehenden Jahreswechsel.

Vor zwei Jahren schauten die Vertragspartner von der Côte d'Azur gebannt in Richtung Florida, wo "Irma" Millionen Menschen in die Flucht trieb. Am Ende wurde 2017 mit drei schweren Hurrikanen zum schwersten Naturkatastrophenjahr in der Geschichte der Versicherungsbranche, der Gewinn der Munich Re sackte um rund 85 Prozent in den Keller.

Allerdings stoppten die Schäden auch den jahrelangen Preisverfall in der Rückversicherung. Im laufenden Jahr zog das Prämienniveau sogar etwas an. Bereits 2018 erzielte die Munich Re wieder einen Milliardengewinn. Ein Überschuss von 3,3 Milliarden Euro wie im Jahr 2013 ist vorerst aber nicht in Sicht.

Das liegt auch daran, dass die Munich Re bei ihren Kunden im Kerngeschäft schon lange nicht mehr generell an der Preisschraube drehen kann. Zu hart ist der Wettbewerb in der Branche, die auf extrem komfortablen Kapitalpolstern sitzt. Das Angebot an Rückversicherungsschutz ist dadurch immens, die Nachfrage hält nicht mit. Hinzu kommt branchenfremde Konkurrenz durch Hedge- und Pensionsfonds, die Milliardensummen in Katastrophenanleihen und anderen Finanzkonstrukten angelegt haben. Und mit Finanzanlagen erzielte die Munich Re aufgrund der Niedrigzinsen im vergangenen Jahr gerade noch eine Rendite von 2,8 Prozent.

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