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Goldaktien schwach

Gastautor: Martin Siegel
09.09.2019, 09:20  |  1846   |   |   

Der Goldpreis verbessert sich am Freitag nach einer schwachen Entwicklung im europäischen Handel im New Yorker Handel von 1.505 auf 1.507 $/oz. Heute Morgen kann der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong weiter zulegen und notiert aktuell mit 1.510 $/oz um 6 $/oz unter dem Vortagesniveau. Die Goldminenaktien entwickeln sich weltweit schwach.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: Natürlich muss die europäische Bankenunion vollendet werden. Deshalb muss das Thema Einlagensicherung erneut angepackt werden.

Übersetzung: Die europäischen Banken sind so marode, dass ihr Konkurs ohne den Zugriff auf die Gelder der deutschen Sparer nicht weiter verschleppt werden kann.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem stabilen Dollar leicht nach (aktueller Preis 44.000 Euro/kg, Vortag 44.132 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen Anfang 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.
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