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Wirecard: Vor neuem Kaufsignal? Und das ist der gefährlichste Konkurrent...

Gastautor: Armin Brack M.A.
09.09.2019, 10:33  |  7890   |   |   

Lieber Geldanleger,

 

Wirecard ist aus dem Tiefschlag erwacht. Nachdem die Aktie seit Ende Mai zwischen 130 und 160 Euro mäandriert ist und gerade in der zweiten Augusthälfte kursmäßig kaum mehr etwas passiert ist, sprang die Aktie am Mittwoch an und gibt seither richtig Gas.

Bald könnte es ein neues charttechnisches Kaufsignal geben. Was dahinter steckt und wer im Moment der stärkste Konkurrent von Wirecard ist, erfahrt ihr in diesem Report.

Begünstigt wurde das "Wiedererwachen" am Mittwochmorgen natürlich durch den anspringenden Gesamtmarkt. Dass Wirecard aber so überproportional zugelegt hat, dürfte auch an einer neuen Kooperation gelegen haben.

Die Aschheimer und die japanische Mizuho Bank bauen ihre Kooperation auf die Regionen Neuseeland und Australien aus. Es sollen neue Lösungen für den digitalen Bezahlverkehr entwickelt werden, die sich speziell an gewerbliche Kunden aus den Bereichen Handel und Hotelgewerbe richten.

CEO Markus Braun betonte im Interview mit CNN nochmal die Wichtigkeit dieser Zusammenarbeit: Die Mizuho Bank sei in Asien stark vertreten und besitze viele multinationale Kunden, wo sich mittelfristig Transaktionsvolumina im dreistelligen Millionen- oder sogar Milliardenbereich realisieren lassen dürften. Die Kooperation sei ein Musterbeispiel für zukünftige Deals, auch global, so Braun.

Wirecard scheint aktuell nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ sehr stark zu wachsen. Und das hat maßgeblich mit einem weiteren Unternehmen aus Japan zu tun: Der Technologie-Beteiligungsgesellschaft Softbank von Masayoshi Son. Softbank gehört mit einer Marktkapitalisierung von aktuell 82 Milliarden Euro zu den größten börsennotierten Beteiligungsgesellschaften weltweit. Das entspricht mehr als dem vierfachen Börsenwert von Wirecard (aktuell 19,4 Milliarden Euro).

Das Son-Imperium hatte im April in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine alleine deswegen aufgelegte Wandelschuldverschreibung von Wirecard investiert. Nach fünf Jahren kann Softbank diese in 6,9 Millionen Aktien zu einem Preis von 130 Euro je Stück wandeln. Das entspräche nach heutigem Stand einer Beteiligung von 5,6 Prozent am Grundkapital von Wirecard.

Der finanzielle Teil ist jedoch nur der eine Aspekt der Vereinbarung. Für Wirecard wohl mindestens ebenso wichtig ist der Deal, weil er quasi ein Türöffner ist, um mit Softbank-Beteiligungen ins Geschäft zu kommen.

Denn neben einigen großen Beteiligungen, bspw. am chinesischen Internetgigant Alibaba, Uber und den Chipkonzernen ARM und Nvidia sowie dem US-Mobilfunker Sprint ist Softbank über Fonds an hunderten mittelgroßen und kleineren Unternehmen aus dem Tech-Sektor beteiligt.

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